Allgemein

In den Weiten der Frankfurter Musikmesse

14.03.08 Groß, Laut und Männerdominiert

von   kommentieren

myoon: In den Weiten der Frankfurter Musikmesse

Warum geht man auf eine Messe? Entweder man ist scharf darauf, so viel wie möglich kostenlos abzustauben oder man ist interessiert am Thema und möchte die Objekte der Begierde vor Ort ausprobieren.

Erstes ist auf der Frankfurter Musikmesse kaum möglich. Zwar schleppen alle diese riesigen Tüten mit sich rum und "prostituieren" sich so freiwillig zu Werbezwecken der Stände. Darin finden sich dann aber lediglich Infobroschüren, kleine Snickers-Riegel, eine Flasche Wasser und vielleicht sogar ein Schlüsselband. Also, keine große Ausbeute.

Und so trifft Zweites zu. Man geht auf die Messe, um die neuesten Musikinstrumente probezuspielen oder die neueste Technik auszuprobieren.
An der einen Ecke wummert ein Bass, irgendwo legt einer ein Gitarren-Solo hin, auf der nächsten Ebene kämpft der einsame Akkordeon-Spieler gegen die Übermacht der Keyboards und Pianos an und die Elektro-Tüftler tragen ihren Lautstärke-Kampf untereinander aus. Die, die kein Instrument beherrschen, posen in Form von Guitar Hero und allen Abwandlungen, die es mittlerweile davon zu geben scheint – Bass Guitar Hero, Schlagzeug Hero etc.

Impressionen…

Was irgendwie ziemlich auffällt – das Publikum wird zum Großteil von Männern dominiert. Also, was macht man als eine Frau, die kein Musikinstrument spielen kann auf der Musikmesse? Man freut sich, dass es von Gibson nun auch Gitarren in der Farbe Petrol gibt?! Oder man ist einfach beeindruckt von all der Technik die da rumsteht, von der man aber so wenig versteht?! Und so setzen auch die Aussteller zum Großteil auf professionelle Vorführung durch das männliche Geschlecht. Die einzige Frau, die ich auf der Messe angesprochen und nach Infos zu ihrem neuen "besonderen Netzwerk" gefragt habe, hat mir einen Flyer in die Hand gedrückt und mich auf die Homepage verwiesen.

Als Aussteller scheint man also auch irgendwie nur da zu sein, um da zu sein und die Kontakte zu Anderen zu pflegen. Dabei fällt auch auf, dass einige Areale des riesigen Ausstellergeländes leer und abgesperrt bleiben. Bei mir war es mein erster Besuch aber man hört es munkeln, es soll wohl schon mal mehr Firmen zur Messe gezogen haben, als im Jahr 2008.

Das Konzept der Frankfurter Musikmesse scheint professionell und ziemlich gut strukturiert aber das wird mit der Zeit vielleicht auch zu einem Problem. Es mangelt an Spontaneität und ehrlicher Interaktion, wie man es von kleineren Messen gewöhnt ist.

In Kürze wird es auf myoon noch ausführliche Beiträge zur Pop.Akademie Baden-Württemberg und zum Orchester der Bundeswehr von der Frankfurter Musikmesse 2008 geben.

Musikmesse Frankfurt

Diskussion

2 Kommentare für “In den Weiten der Frankfurter Musikmesse”

Füge einen Kommentar hinzu