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"Broadcast Yourself" mit bitterem Beigeschmack

19.07.08

von   kommentieren

Einige Künstler praktizieren es bei Auftritten ständig – das Playback. Sie performen zu ihrer eingespielten Musik. Der Finne Santeri Ojala, der "Artist with a Twist" hat den Spieß einfach mal umgedreht und spielt die entsprechende Musik der Künstler zu deren Videoperformance. Das hat nun Folgen und wird auch von Blogs groß diskutiert.

Die "künstlerische" Interpretation von Musikstücken von Santana, Eric Clapton oder Metallica könnte man als Parodie oder Satire bezeichnen, doch nicht so YouTube. Für die Videoplattform ist es einzig und allein ein Verstoß gegen das Copyright der Originalinterpreten, da eben nur der Sound von Ojala stammt und nicht das Video. Und so haben sie den Account des Medienkünstlers und Freizeitgitarristen gelöscht. YouTube will damit wohl das eigene Image ein wenig aufpolieren und jeglichen Problemen mit Künstlern oder Konzernen, die sich angegriffen fühlen und mit Klagen drohen aus dem Weg geht.

Bisher hatten allerdings circa 7 Millionen Menschen ihren Gefallen an dem Mix aus posendem Originalvideo und den "anderen" Klängen Ojadas gefunden. Und auch einige der Interpreten scheinen es ein wenig mit Humor zu nehmen. So treten Medienphänomen Santeri Ojala und Slash zusammen bei Jimmy Kimmel Live auf. Ojala zur Unterhaltung aller Amerikaner und Slash, um zu beweisen, dass das Original doch besser ist, als jede Imitation. Wer hätte das gedacht?

Um seinen Account wiederzubeleben, bräuchte Ojala einen Anwalt. Doch wozu – es muss ja nicht immer YouTube sein. Denn die Videos gibt es auch bei Wired. Mal schauen, wie lange noch. Hier ist eine kleine Auswahl. Für den Spaß bitte den kurzen Werbeteil ignorieren.

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