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US-Gericht rollt Filesharing-Prozess neu auf

17.10.08 Musikindustrie will Berufung stoppen

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Der erste Filesharing-Prozess der Geschichte ging gegen Jammie Thomas. Sie verlor freilich gegen Capitol Records, den Hauptkläger, der durch einen Verband der Musikindustrie (RIAA) unterstützt wurde. Doch nun soll der Fall neu aufgerollt werden, weil Richter Michael Davis Verfahrensfehler einräumen musste. Er klärte die Geschworenen damals auf, dass die bloße Bereithaltung von Musikstücken im “Shared”-Ordner eines Filesharing-Clients bereits einen Verstoß gegen das US-Copyright darstellt.

Nach einschlägigen Urteilen hat sich dies aber als unwahr herausgestellt. Experten meinen, dass das Gesetz erst den eindeutigen Nachweis einer Weitergabe des geschützten Materials an Dritte verlange. Die RIAA könne in den Verfahren aber lediglich den Download durch von ihr autorisierte Ermittler nachweisen.

Nun versucht die Musikindustrie ein Berufungsverfahren zu verhindern. Man wolle eine Neuverhandlung erst einmal zurückhalten, um mehr Zeit zu gewinnen.
Jammie Thomas wurde damals zu 222.000 Dollar Strafe verurteilt, ihr Anwalt Brian Toder ist nun drauf und dran, dies rückgängig zu machen.

Quelle: heise

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