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UMG verliert Prozess gegen veoh

06.02.09 Investoren dürfen nicht verklagt werden

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Und damit geht die erste Runde an das Video-Streaming-Netzwerk veoh.


Ein Richter in Kalifornien ließ verlauten, dass die Universal Music Group (UMG) nicht die Investoren von veoh wegen Verletzung des Urheberrechts verklagen darf. Zu selbigen gehören Shelter Capital, Spark Capital und Tornante Company.

UMG hatte es wie in den gute alten Zeit machen wollen, in denen man einfach Bertelsmann verklagte, weil denen Napster gehörte. Damals ging die Sache sogar gut: Weil (das alte) Napster der Urheberrechtsverletzung schuldig gesprochen wurde, Bertelsmann aber dennoch den Dienst weiterbetrieb, durfte der deutsche Medienkonzern eine satte Strafe blechen.

Doch in diesem Fall scheint die Sachlage anders zu sein, denn veoh wurde bislang noch nicht einer derartigen Rechtsverletzung vor Gericht verurteilt. Tatsächlich seien die Investoren sogar sehr bemüht gewesen, Verstöße gegen das Copyright zu unterbinden.
Dabei muss jedoch ganz klar gesagt werden, dass es zwar durchaus rechtlich eine sehr ausgefallener Tatbestand gewesen sei, lediglich an einer (möglicherweise illegal handelnden) Firma beteilgt zu sein, aber dabei ist veoh sicherlich kein unbeschriebenes Blatt. Als gefühlt millionste Videoplattform im Internet wäre der Service wohl in der Masse untergegangen wie viele Streaming Dienste in diesen Tagen. Doch veoh kam vor allem wegen vielen Musikvideos, TV-Serien und Kinofilmen zu Berühmtheit. Sicherlich trägt dabei auch eine gute Suchmaske und ein gepflegtes Äußeres mit hinzu, aber insgesamt ist die Popularität von veoh doch irgendwo zweifelhaft.

Doch das soll nur der Vorgeschmack gewesen sein: UMG rollt nun eine ganze Kampagne gegen illegale Videopiraterie im Web auf und bereitet neue Prozesse gerade vor.
Das Urteil in voller Länge gibt’s bei TechCrunch.
Foto via flickr

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