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RapidShare gibt Datenweitergabe zu

30.04.09 Neues Gesetz sei verantwortlich

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myoon: RapidShare gibt Datenweitergabe zu

Vor zwei Tagen berichtete ich, dass RapidShare die Nutzerdaten seiner Kunden an eine Anwaltskanzlei weitergegeben habe. Nun haben sich die Informationen offiziell bestätigt. Geschäftsführer Bobby Chang gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass man aufgrund des § 101 UrhG Auskunft geben musste.

Wieviele Nutzer davon betroffen sind, gab man nicht bekannt. Viel mehr versuchte man die Kunden zu beruhigen. Die Anwendung dieser Auskunftspflicht fände immer nur bei besonders schweren Fällen statt. So müsse eine Rechtsverletzungen “gewerblichen Ausmaßes” vorliegen. “Dementsprechend betrifft der Auskunftsanspruch die meisten deutschen User nicht, ihre Privatsphäre und ihre Daten sind genau so geschützt wie zuvor. Wir protokollieren nicht, was ein Anwender herunterlädt. Die informationelle Selbstbestimmung ist einer der Grundsätze jeder Demokratie. Gleichzeitig halten wir uns an die Gesetze. Dass diese Tatsache als Enthüllung kommentiert wird, ist überraschend”, erläutert Bobby Chang weiter.

Dass die illegale Nutzung des One-Click-Hosters aber vermutlich sein größtes Kapital ist, wird freilich nicht erwähnt. Private Daten nehmen nach verschienden Schätzungen nur einen Bruchteil des Download-Aufkommens des Unternehmens mit Sitz in Deutschland und der Schweiz ein. Gegen Privatkopien ist sicherlich nichts einzuwenden, diese dann aber “über RapidShare eine Kopie solcher Dateien an Freunde oder Verwandte weiterzugeben”, wie es in der Pressemitteilung heißt, halte ich persönlich schon wieder für grenzwertig. Jedoch macht man auch deutlich, dass urheberrechtlich geschütztes Material davon ausgenommen sei.

Über Foren und Webseiten werden weltweit Links zu Archiven bei RapidShare ausgetauscht, auf denen sich Musik, Filme und Programme befinden. Weil viele Kunden des Anbieters nun fürchten, vor Gericht gestellt zu werden, macht sich eine Kündigungswelle breit. Jedoch weist Chang gleich darauf hin, dass Anfragen zu Transaktionen in Deutschland an alle Internetprovider, Filehoster oder anderer Serviceanbieter weltweit gestellt werden können, unabhängig von ihrem Firmensitz oder vom Standort ihrer Server.

via news aktuell

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