Autor

Jörn Goetze

Aus für SellABand [UPDATE]

23.02.10  kommentieren

Das Jahr ist noch keine zwei Monate alt und schon gibt es die nächste Pleite zu verkünden. SellABand, auf deren Fundraising Plattform vor einigen Monaten die einstige Kult Hip Hop Band Public Enemy ganze 250 000 USD von ihren Fans für ein Album einsammeln wollte und daran grandios scheiterte ist nicht mehr zu erreichen. Kein gutes Zeichen und so prangt folgender Text auf der Adresse.

"On Friday February 19th, SellaBand AG requested provisional suspension of payments (moratorium). This was granted by the Court in Amsterdam on the same day. Yesterday, Monday February 22nd, this moratorium was changed into bankruptcy, with appointment of, Mr Paul Schaink, an amsterdam lawyer, as trustee. The trustee wishes to inform the ‘Sellaband community’ that, apart from a few technicalities, the completion of a transaction with a potential buyer of the business, is to be expected soon, in order to make a fresh start, safeguarding both the rights of Believers and Artists. More news will follow shortly.

On behalf of the trustee,"

Johan Vosmeijer
CEO SellaBand

UPDATE!
Laut musikmarkt hat SAB einen Käufer gefunden. Der neue Besitzer der SellaBand GmbH will die "fantastische" Plattform weiter ausbauen. Vosmeijer verlässt das start up. Michael Bogatzki wird neuer CEO.

Spotify lässt in Deutschland auf sich warten

18.02.10  kommentieren

Da die Gebührenforderungen der GEMA am schwedischen Musikdienst laut Spotify-Gründer EK zu hoch sind und beide Parteien deshalb weiterhin verhandeln, wird sich der lang ersehnte Start in Deutschland weiter verschieben.

Vorerst kein Deutschlandstart [Update] | heise

Tipps in Sachen Press Kit

17.02.10  kommentieren

Carlos San Segundo hat einen informativen Artikel zum Thema Das Press Kit / Promotionpaket für deine Band verfasst.
Was alles in diese Präsentation reingehört und warum ein Press Kit für eine unbekannte Band wichtig ist erfährt ihr bei delamar.

Musikbusiness & Bandpromotion: Das Press Kit / Promotionpaket für deine Band

2 Jahre myoon-music

15.02.10  3 Kommentare

Am 15. Februar 2008 ging unser Blog online. Wir waren damals ziemlich aufgeregt und in Sachen Blogs noch grün hinter den Ohren. 1339 Beiträge später werden wir heute die Sektkorken knallen lassen und bedanken uns bei allen Lesern, die uns bis heute mit Lob und Kritik begleiten.

Wir haben über Musiker und ihr Business geschrieben, nach Alternativen zur bestehenden Musikindustrie geforscht, viele interessante Interviews geführt, viel kritisch beäugt und uns an wunderbarer Musik und ihren Erschaffern erfreut, während unsere fleißigen Ideengeber, Programmierer, Designer und Umsetzer die Plattform für Musiklehrer auf die Beine stellten.

In diesen zwei Jahren lernten wir viel über Musiker und ihr Umfeld. Ob Musikdienste oder Plattformen – wir berichteten über große Hoffnungsträger, die sich nicht immer in der hart umkämpften Musik 2.0 Arena durchsetzten, meckerten über die GEMA und den Häuptling der veralteten aber noch immer mächtigen Musikindustrie Dieter Gorny. Die Kulturflatrate und die Idee des Creative Commons gewannen wir lieb und stellten uns die Frage inwieweit der Musiker zum Unternehmer heranreifen müssen um erfolgreich aus der Masse hervorzustechen.

Den einen Masterplan gibt es nicht, dafür eine Erfolgsformel: CwF+RtB = $$$ Soll heissen:
Lieber Musiker – Verbinde dich mit deinen Fans + Gib ihnen einen überzeugenden Grund dein Musikprodukt zu kaufen = Du wirst zwar nicht im Geld baden, aber kannst unter Umständen von deinem Produkt leben.
Doch bei uns hat schliesslich der Musiker das letzte Wort und so zeigen wir noch einmal bekannte Gesichter aus unseren Interviews, die sich zu diesen Themen ihre eigenen Statements zum Besten geben.

(…)

Volkers Grassmuck erwidert das Positionspapier des BVMI

10.02.10  kommentieren

Kulturflatrate Ja oder Nein? Der BVMI sagt trotzig Nein und Volker Grassmuck nimmt in einem Gastbeitrag bei netzpolitik ausführlich Stellung zu dem im Januar veröffentlichen Positionspapier.

Dabei nimmt der Befürworter jeden der zehn Punkte unter die Lupe und kommt zu folgendem Fazit.

"Ein müdes Achselzucken ist die einzig mögliche Reaktion auf diejenigen, die die Kultur-Flatrate als Kapitulation, Enteignung oder Kommunismus verdammen wollen. Wo die Kultur-Flatrate ernsthaft, konstruktiv und ergebnisoffen geprüft wird, bin ich zumindest, der ich mich als Befürworter der Kultur-Flatrate persönlich angesprochen fühle, immer gerne bereit, meine Kenntnisse und Ideen in das Gespräch einzubringen. Auch wenn der BVMI sich noch schwer tut, ist aus dem Positionspapier die Bereitschaft herauszulesen, die Floskeln hinter sich zu lassen und in die immer breiter werdende konstruktive Debatte um die Kultur-Flatrate einzusteigen. Eines zumindest macht es deutlich: dass der BVMI der Kultur-Flatrate keinerlei nachhaltiges Konzept für die Zukunft von Kultur und Kreativität entgegenzusetzen hat."

Tim Renner: Der berechenbare Pop

08.02.10  kommentieren

Tim Renner kritisiert in seinem Artikel Der berechenbare Pop die deutsche Musikindustrie und deren Aushängeschilder Popkomm und Echo.

"In Deutschland ringt man in der Musikwirtschaft nicht um Positionen sondern sucht nach Strukturen und Zahlen. Es sind Strukturen mit denen sich das Geschäft der Labels auf den Messen darstellen lässt, Zahlen, die belegen weshalb der eine nun einen Preis bekommt und der andere nicht."

Tim Renner: Der berechenbare Pop | motorblog

Buch: Leonard Leeb – Der Wert künstlerischer Arbeit

08.02.10  kommentieren

Leonhard Leeb
Der Wert künstlerischer Arbeit Urheberrecht, Rechtewahrnehmung und Administration durch Verwertungsgesellschaften

facultas. wuv 2009
ca. 280 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-7089-0388-0
ca. EUR 36,–

Das Buch beschreibt, wie die Verwertungsverankerung des einzelnen Werkes (einer Komposition) im Bereich des kollektiven Verwertungssystems durch den Aufbau einer Administrationsstruktur am effizientesten (Zeit- und Administrativaufwand) erfolgen kann und welche Voraussetzungen dabei zur Kontrolle der Erfüllung der Tantiemenansprüche bei den VGs strategisch gegeben sein müssen. Zweck des Buches ist, den einzelnem Rechteinhaber wie u.a. Komponisten und Interpreten ein Handwerkzeug in die Hand zu geben, um Erlöse aus den Verwertungen ihrer künstlerischen Inhalte, die von den Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden, zu erzielen.

MMag. Dr. Leonhard Leeb lehrt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien „Musikmanagement“. Rege Vortragstätigkeit über Musikmanagement, Talentförderung und Künstlerentwicklung an Weiterbildungsinstitutionen und Musikuniversitäten.

Eine ausführliche Rezension zu diesem Buch gibt es bei Musikwirtschaftsforschung.

EMI faktisch pleite – Warner Music in roten Zahlen

05.02.10  kommentieren

Mit der Übernahme der britischen EMI im Jahre 2007 hat der Finanzinvestor Terra-Firma scheinbar die Katze im Sack gekauft. 100 Mio. Pfund muss Terra Firma nach Medienangaben erneut in das Major Label investieren. Falls nicht, dann wird die EMI wohl bald in die Hände der Gläubigerbank Citigroup fallen.

Handelsblatt: EMI warnt vor Zahlungsproblemen

Der US- Musikkonzern Warner Music steckt ebenfalls tief in den roten Zahlen. Zwar laufe das Musikverlagsgeschäft gut, aber aufgrund des anhaltenden Rückgang der CD-Verkäufe und der Wirtschaftskrise in den USA häufen sich die Verluste.

Handelsblatt: Warner Music tief in den roten Zahlen

dos & donts für Facebook

05.02.10  kommentieren

Hatten wir im Januar auf die delamar Step by Step – Anleitung für Facebook hingewiesen, so wollen wir heute auf die dos and donts der Musikerin Laurie Marie aufmerksam machen. Facebook ist nicht myspace und daher gelten für Musiker und Bands auch einige andere vernetzende Verhaltensweisen.

Attention Bands: Welcome To Facebook, This Is Not Myspace!

Reyn Ouwehand Live at The Church

04.02.10  kommentieren

Die musikalische Karierre des niederländischen Produzenten, Komponisten und Multi-Instrumentalisten Reyn Ouwehand beginnt im Alter von 15 Jahren. Für die englische Spielbude System3 komponiert er einige Sounds für deren Videospiele, die auf Commodore 64 und Amiga laufen.

Mit 21 gründet er ein eigenes Studio namens Prevue Productions. Er arbeitet als Produzent für diverse Musiker und Bands (HIM, Stephan Eicher), komponiert den kompletten Soundtrack für das Kinderbuch "Woezel & Pip" und remixed Tracks von Björk. Seit 2009 erfüllt sich Ouwehand seinen Traum. Ein Studio in einer Kirche. Dieses heilige Gemäuer wird nun nach und nach mit einer Kollektion obskurer Keyboards, analogen Sythesiern, Drumkits, Gitarren und Kinderklavieren bestückt. Und wie sollte es auch anders sein, will Ouwehand auch eine eigene Kirchenorgel.

Hier nun zwei eindrucksvolle Solo Performances von ihm in seinem Kirchenstudio.

(…)