Autor

Jörn Goetze

MDM: neues Jahr – erste Pleite.

26.01.10  kommentieren

Der Berliner auf Export spezialisierte Musikvertrieb MDM – mutualism: distribution & more ist insolvent. Das 2004 gegründete Unternehmen hat bereits die Arbeit von Bestellungen und Versand eingestellt.

de:bug: Pleite:MDM
mediabiz: MDM ist insolvent

Midem 2010: Pharell Williams & neue europäische Intiative

25.01.10  kommentieren

Musiker Pharrell Williams spricht während der Midem 2010 Keynote über Fan-Musiker Beziehungen im Web.
Pharrell Keynote at MIDEM 2010 [Video]

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA stellte eine neue Initiative acht europäischer Verwertungsgesellschaften vor. Ihr Ziel: Die Harmonisierung des Wahrnehmungsrechts in Europa. Hierbei handelt es sich um die Forderung nach einheitlichen Regeln für die kollektive Verwaltung von Urheberrechten in Europa, welche den zuständigen politischen Entscheidungsträgern in Brüssel bereits übermittelt wurde.
Pressemitteilung: Harmonisierung des Wahrnehmungsrechts in Europa

Facebook für Musiker und Bands

25.01.10  7 Kommentare

Everybody’s Darling Facebook wird allmählich auch für Musiker immer interessanter. Doch wie nutzt man als Kreativer die momentane No.1 effektiv und sinnvoll? Carlos San Segundo, Mastermind von delamar hat eine ausführliche step by step – Betriebsanleitung zum erfolgreichen Facebook – Netzwerken für Musiker und Bands initiiert.

Am Beispiel des eigenen delamar-Profils, zeigt Carlos wie Musiker zielsicher zu einer ansprechenden Präsentation gelangen, um dann erfolgreich zu netzwerken.
Der erste Teil befasst sich mit dem Erstellen einer Facebook Bandseite / Fanseite, dem Bewerberen dieser Seite und dem Einsatz von bezahlten Facebook Ads.

Im zweiten Teil geht es um die Namensgebung der FB Seite (erst ab 100 Fans kann man sich einen Namen sichern), dem Einbinden des eigenen Blogs als auch anderer Social Networks und FB Applikationen. Die Artikelserie wird wöchentlich mit weiteren Tests und Tricks aktualisiert.

Facebook für Musiker Teil 1
Facebook für Musiker Teil 2

Heute abend läuft ab 22.00 Uhr der 50. delamar Podcast. Eine Stunde lang gibt es dann wieder sinnvolle Infos, Tips und Tricks von Carlos, Markus & Co. Einschalten lohnt sich auf jeden Fall. Im Chat kann man dann direkt mit den "Experten" ins Gespräch kommen und Feedback geben.

Rock The Biz – Sneak Preview bei peoplezapping.com

20.01.10  2 Kommentare

Am Freitag (22.1.) gibt es bei peoplezapping.com die Sneak-Preview der bereits vorgestellten Musikbusinessdoku Rock The Biz. Der Stream startet um 11.00 20.00 Uhr und im Anschluss der Preview gibt es bis 17.00 2.00 Uhr noch ein wenig Party inklusive DJ Beschallung.

Rock The Biz – Sneak Preview on peoplezapping.com

www.rockthe.biz

Schweden: Nach zehn Jahren wieder steigende Musikverkäufe

19.01.10  kommentieren

Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) kann sich über die Jahrestastik freuen, denn seit zehn Jahren steigen die Musikverkäufe wieder. Grund hierfür sind ein enormer Anstieg bei Bezahldownloads und der Musikstreamdienst Spotify, der ebenfalls zu Einahmenzuwachsen bei den Labels und Verlagen führte. Selbst die totgeglaubte CD schlägt sich weiterhin wacker.

gulli: Schweden: Musikverkaufszahlen endlich wieder steigend

Konzertbusiness: Freier Markt oder staatliche Subventionen?

19.01.10  kommentieren

Seit dem Niedergang der Tonträgerindustrie gilt das Livebusiness als Hoffnungsschimmer für Musiker. Wer viel spielt, der wird möglicherweise bekannt und kann im besten Fall von seiner Musik leben. Doch ist dies wirklich so oder manifestiert sich in der momentanen Goldgräberstimmung im Livesegment eine Zweiklassengesellschaft bestehend aus millionenschweren Stars und Musikern, die trotz ausgedehnter Touren am Ende doch nicht von ihren Auftritten allein leben können? Und wie sieht es mit staatlichen Subventionen aus. Können sie einen funktionierenden Kulturbetrieb fördern, bei dem alle ihren Gewinn daraus ziehen?

"Das Konzertgeschäft floriert und trocknet sich dabei selbst aus. Großkonzerne und Superstars kontrollieren die Branche, aber an die eigene Zukunft denken sie nicht."

Zu dieser Festellung kommt Kolja Reichert in seinem Zeit-Artikel So geht Gewinnmaximierung. Und genau im Begriff der Gewinnmaximierung liegt das Übel für ein laut Reichert entstehendes "Künstlerprekariat". Waren die Majors zu ihren besten Zeiten trotz Profitinteressen noch daran interessiert Acts aufzubauen, scheinen es die führenden Konzertagenturen wie Live Nation, Ticketmaster oder CTS Eventime vorrangig auf kurzfristige Rendite abgesehen zu haben.
Und Rendite versprechen Stars wie U2, Madonna oder Jay-Z. Das Risiko Konzerte von kleinen Bands und Newcomeracts zu veranstalten ist ihnen zu groß und so scheint gerade der Aufbau von unbekannten Musikern durch das Livegeschäft ad absurdum geführt.

(…)

Die Toten Hosen verkaufen eine Million MP3s ihrer "Mach Mal Lauter"-Tour

15.01.10  kommentieren

Konzert bejubelt und danach gleich den Mittschnitt auf einem USB Stick mit nach Hause nehmen bzw. die Livedarbietung bequem als MP3 downloaden – das ist zwar nicht mehr der neuste Schrei, aber diese Methode scheint sich für die Toten Hosen und Concert Online auszuzahlen. Laut Musikonline verkaufte der Digital Dienstleister bereits 1 Millionen MP3s von der Toten Hosen Mach mal Lauter-Tour.

Muikmarkt Online: Die Toten Hosen verkaufen eine Million MP3s

Wenn ein Fünfjähriger trommelt …

14.01.10  kommentieren


[Direktlink]

An dieser Stelle mal wieder ein Beispiel für Großes Kino von kleinen Leuten. Der fünfjährige Jonah Rocks spielt ein Drum Cover des Songs Toxicity von System of a Down.

[via Spreeblick]

mumate: Community zu verschenken

14.01.10  kommentieren

Vor drei Jahren bastelten die beiden Popakademie-Studenten Ruben Gänsler und Colin Lovrinovic an einer zunächst fiktiven Plattform für Musiker, Designer, Autoren und andere Kreative. Sie gründeten daraufhin eine GmbH und gingen Anfang 2008 mit mumate.com online. Nun trennen sie sich von ihrem Baby und wollen es an engagierte Netzbewohner verschenken. So schreibt Colin auf dem mumateblog.

"Es ist ein trauriger und doch auch schöner Tag in der mittlerweile fast dreijährigen Geschichte von mumate.com. Traurig, weil wir uns entschließen mussten die Führung der Kreativcommunity abzugeben, aber gleichzeitig ergeben sich dadurch unendliche Möglichkeiten, wie mumate sich weiterentwickeln und wachsen könnte. Vielleicht wirst genau Du in Zukunft entscheiden, wo es lang geht?"

"Unser Studium liegt jetzt hinter uns und der stressige Berufsalltag vor uns. Vollzeitjob, Beziehung und das Leben in einer neuen Stadt und neuem Rhythmus sind jetzt die Dinge, für die wir in Zukunft viel Zeit aufbringen müssen und möchten. mumate und seine Nutzer haben es nicht verdient, bloß die zweite Geige zu spielen. Weil wir eben das auf keinen Fall riskieren wollen, kommt jetzt dieser Aufruf:

Community zu verschenken"

Alle Interessierten, ob Schüler, Student, Programmierer, Texter etc. können sich per e-mail (info@mumate.com / Betreff: „Community zu verschenken“) an die Beiden wenden, sich vorstellen und kurz begründen warum und wie sie die Community weiterführen wollen.

Die mathematische Struktur von Hits

13.01.10  3 Kommentare

Früher zermürbten sich die A&Rs den Kopf darüber, ob ein Song auch wirklich das Zeug zu einem Hit hat. Oftmals lagen die Labels trotz kostspieliger Vorab-Analysen daneben, denn Irren ist zuweilen menschlich und der Hörer/Konsument ist dann doch nicht so durchschaubar, wie man es gerne hätte.

Auf der Suche nach den Songs mit Hitpotential will das US-amerikanische Unternehmen Music Intelligence Solutions Musikern und Labels mit Hilfe des Programms Hit Song Science unter die Armee greifen. Vor sieben Jahren wurden Songs der unbekannten Nora Jones durch die ersten Tests der Software geschickt. Das Album wurde -Oh Wunder- ein Erfolg und der HIT Code schien erstmalig in der Praxis aufzugehen. Seitdem versucht man es Musikern schmackhaft zu machen und launchte 2009 den Bezahl – Musikdienst Uplaya.com.

Die auf computergestützte Datenanalysen beruhende Software verfolgt dabei eine simple These. Musik ist Mathematik und die Konstellationen erfolgreicher Songs lassen sich daher am Rechner entschlüsseln.
"We’ve found constellations of songs recognized as good songs," sagt CEO David Meredith dem San Franciso Chronicle und glaubt scheinbar fest an die Berechnung und Entschlüsselung mathematischen Algorithmen in der Musik.
Um den DNA-Code von Hits zu knacken erstellte MIS eine Datenbank von Hits der letzten 6 Jahrzehnte. Millionen von Songs wurden auf musikalische Aspekte wie Rhythmus, Harmonien, Text, Sprache oder Stimmung analysiert und entsprechende mathematische Hitmuster daraus gestrickt.

Ob sich demnächst einige Hitmonster aus diesem Dienst schälen werden, bleibt abzuwarten. Bisher konnte die Technologiefirma aus San Francisco keinen Profit erwirtschaften, doch MIS hofft auf eine "Demokratisierung der Musikindustrie" zu ihren Gunsten.

Über den Sinn bzw. Unsinn des Service spricht der Ö1 heute nachmittag im digital.leben podcast mit dem Musikwissenschaftler Ralf von Appen.

[via Futrezone]