Autor

Jörn Goetze

OLG Köln verurteilt Frau zur Zahlung von Abmahnkosten

12.01.10  kommentieren

Eine Frau aus Oberbayern soll laut noch nicht rechtskräftigen Gerichtsurteil des OLG Köln für 964 angebotene Musiktitel 2380 Euro plus Zinsen an vier deutsche Musikfirmen zahlen.

lawblog: OLG Köln: Familien Stasi zum Schutz der Musikindustrie

Jamendo: Verkauf, Fusion oder Deadpool?

12.01.10  2 Kommentare

Jamendo, Plattform und Shop für CC lizensierte Musik generiert trotz ihrem Katalog von mehr als 200.000 Musiktiteln und 691.493 aktiven Mitgliedern zu wenig Umsatz. Zwar konnte die "GEMA-Alternative" dank Jamendo Pro im letzten Jahr 300.000 Euro verbuchen, aber das reicht nicht aus, um die Plattform weiterhin am Laufen zu halten.

Da Verhandlungen über eine Finanzspritze von 1,5 Mill. € scheiterten, steht das luxemburgische Start up laut CTO Sylvain Zimmer vor Veränderungen in Form eines möglichen Verkaufs oder einer Fusion.

"Es ist wahr, dass wir uns in einer schwierigen finanziellen Situation befinden. Wie auch immer sind noch einige Optionen offen. Ich glaube nicht, dass die Webseite jemals offline gehen wird. Wir machen Umsätze. Aber in der jetztigen Zusammensetzung ist die Firma nicht tragfähig."

Obwohl CC Musik hinsichtlich kostenfreier Releases sehr beliebt ist, macht diese Nachricht jedoch auch klar, dass sich ein solches Geschäftsmodell nur schwer bewerkstelligen lässt. Man hört zwar gern und viel freie Musik, aber nur dann wenn sie auch nichts kostet. So wird aus dem einstigen Hoffnungsschimmer schnell ein möglicher Kandidat für den Deadpool.

(…)

Novation Launchpad+Ableton Live and Live V-Drums by Nigel Sifantus

11.01.10  kommentieren

Hier zeigt Nigel Sifantus in atmosphärischer Broken Beats Manier, wie er das Novation Launchpad einsetzt.


[Vimeodirektlink]

This is a live drum n bass experiment using Ableton Live’s ‘Beat Repeat” function mapped out on the Novation Launchpad dedicated Ableton Live controller. It features a mix of improvised loops mixed with some live drumming. The finished product is totally raw with no post production or editing.

Senden ins Blaue

11.01.10  kommentieren

2009 endete für die sächsischen freien Radios mit einem kleinem Desaster. So gab Radio Blau kurz vor Weihnachten in einer Pressemitteilung die Nichtgewährleistung ihres Fortbestands bekannt.

Die Verhandlungen zwischen den sächsischen Freien Radios und Apollo Radio sind endgültig gescheitert. Damit ist auch der „sächsische Sonderweg”, der 2004 unter Mitwirkung der Sächsischen Landesmedienanstalt geschaffen wurde, nicht mehr gangbar. Dieser Sonderweg sieht vor, dass die Sende- und Leitungskosten der Freien Radios durch den kommerziellen Mantelanbieter Apollo Radio gezahlt werden.

Mit diesem Scheitern, dass ein großes Fragezeichen hinsichtlich der Zukunft der freien Radios in Sachsen setzt, haben die Radiomacher wohl nicht gerechnet. Die zahlreichen Aktionen zur Rettung der kulturellen Medienvielfalt in Sachsen in Form von Petition, Protestpostkartenversand, Radioballett, DJ Weltrekord riefen zwar viele Sympatisianten und Unterstützer auf den Plan, doch die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) als auch Apollo Radio als Mantelanbieter blieben auf diesem Ohr taub.

Eine komplette Selbstfinanzierung ist für Radio Blau als "nichtkommerzielles Radio per Definition" nicht möglich und man beharrt weiterhin darauf, "dass unser Programm eine finanzielle Absicherung der UKW-Ausstrahlung durch die Sächsische Landesmedienanstalt verdient hat." Das große Ziel für die Radiomacher ist und bleibt eine eigene eigene 24h Frequenz.
Um die Lizenz nicht zu verlieren sendet man seit 1. Januar trotz noch ungedeckter Sende-und Leitungskosten zu den gewohnten Zeiten und hofft auf eine akzeptable Lösung, bevor die Rechnungen gezahlt werden müssen.

Dabei hofft der Leipziger freie Radiosender auf zwei rettende Möglichkeiten. Entweder wird das Privatrundfunkgesetz zu ihren Gunsten geändert, oder die SLM erklärt sich doch noch bereit die "verdiente" Förderung zu bewilligen. Sollte eine Lösung ausbleiben, dann folgt das gefürchtete Rauschen.

Ob die am 12. Januar in Dresden stattfinden Podiumsdiskussion "Wir dudeln anders – freie Radios in Sachsen"angesichts eines Nichterscheinen der medienpolitischen Sprecher von CDU und FDP ein Lichtblick am ansonsten düsteren Horizont sein wird, ist äußerst fraglich.

Eine sehr ausführliche Zusammenfassung zur momentanen Sitaution gibt Felix Hügel in seinem Beitrag Sachsens planlose Politiker und die freien Radios

www.radioblau.de
radio.fueralle.org

Play it loud!

08.01.10  kommentieren

Dieses Piano wandert zur Zeit durch die Blogs, denn es ist nicht irgendein Piano. Kokokaka hat es gebastelt und wie es funktioniert wird folgend erklärt.

"Play the piano is an interactive YouTube video where you can play on the piano. Wait until loaded. Play it loud!"

Hype Machine präsentiert die 50 besten Bands, Alben und Songs in 2009

07.01.10  kommentieren

Welchen Bands, Alben und Songs wurden 2009 in den Musik Blogs am meisten besprochen, bejubelt und entsprechend gehypt? Hype Machine hat nun begonnen die Top50 zu veröffentlichen.

Die 50 besten Songs sind komplett und werden in einer 70 minütigen special edition Radio Show präsentiert.

Wer wissen möchte welche Bands und Alben auf den Plätzen 1 bis 10 landeten, muss sich noch bis morgen gedulden.

Hype Machine – Zeitgeist 2009

Ist der Musiker selbst schuld an seiner "brotlosen" Kreativität?

07.01.10  2 Kommentare

Wer ist denn nun Schuld am Untergang?
Die Filesharer, die seit Napsters Siegeszug jede im Netz auffindbare Musik rotzfrech laden anstatt sie ehrwürdig zu kaufen? Die Provider, die mit superschnellen Leitungen das Filesharing begünstigen? Die Labels, die Künstler nicht mehr aufbauen sondern lieber knebeln und im schlimmsten Fall Anwälte in die Spur schicken, um mit der Abmahnkeule zu drohen? Die Downloadportale, die für Musiker auch nicht den dicken Gewinn generieren?
Oder vielleicht die Musiker selbst? Die Leidtragenden des digitalen Zeitalters hat bisher noch niemand ausführlich ins Visier der Kritik genommen. Doch damit ist jetzt vorerst Schluss und die Debatte durch einen lesenwerten Beitrag reicher.

In seinem provokativen Essay Dear Musicans – Please Be Brilliant or Get Out of The Way knöpft sich Dave Allen den jammernden Indiemusiker vor. Briliant bezieht sich hierbei nicht vorrangig auf den musikalischen Output, sondern auf die beinahe wichtigere andere Sache – dem unternehmerischen Ehrgeiz, selbst Herr seines Erfolgs zu sein.

"And my impatience is no longer with the record labels, it’s with the musicians. "

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Die Meister an der Gitarre auf einem Bild

07.01.10  kommentieren

Bei NO CATS ON THE BLOG! kurz NCOTB gibt es ein Bild von ingesamt 35 Meistern der Gitarre zu bestaunen. Ob Zappa, Hendrix, Cobain, Santana oder Frusciante etc., die Männer sind mit ihrer Gitarre und ihrer typischen Pose abgebildet.

Beim Anblick des Bildes stellt sich mir die Frage. Gibt es denn keine Gitarristinnen, die in dieser Championsleague mitspielen?

NCOTB: Guitar lessons – A series of master classes

Das (wahrscheinlich) erste Album in 2010 ist ein Mash Up

04.01.10  kommentieren

Begrüssen sie mit uns das wahrscheinlich erste Album des Jahres 2010.
Das Mash Up Album Uptime/Downtime von The Kleptones mit insgesamt 32 Tracks ist selbstverständlich kostenfrei und wurde unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Die Promotion bzw. das Weitersagen des Albums übernehmen wie gehabt die Blogger bzw. Twitterer. Free Music Business as usual.

The Kleptones present a comedy of duality – “Uptime / Downtime”

Wer wissen möchte welche Songs in den einzelnen Tracks gemasht wurden, der schaue einfach bei Wikipedia vorbei. Music 2.0 as usual!

Wiki: Uptime/Downtime

[via]

Beiträge zum Thema Musikinflation

04.01.10  kommentieren

Neil McCormick stellt sich die Frage Ob es einfach zu viel Musik gibt und kommt zu dem Ergebnis, dass wir von der Veröffentlichungsflut überwältigt werden.

Der Wahrheit in die Musikindustrie benutzt diesbezüglich den Begriff der Inflation und stellt einige Fragen, die sich mit den Auswirkungen des Überangebots für den Hörer als auch Musiker befassen.

Neil McCormick: Is there too much music?

Der Wahrheit: Musikalische Inflation – Ein paar Fragen