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Thomas Wagenknecht

30 Jahre Walkman

01.07.09  kommentieren

Ein Erfolgsmodell hat Geburtstag. Sonys Walkman feiert seinen 30. Der erste „TPS-L2“ wurde am 1. Juli 1979 hergestellt und kostete 125 Dollar.
jetzt.de hat 30 Retro-Fakten zusammengestellt. Darunter so Phänomene, wie dieses: “mit viel zu lauter Stimme mit anderen Menschen zu sprechen versuchen, weil man irriger Weise der Ansicht war, dass man auch für sie die Musik übertönen müssten, die man gerade hörte.”

jetzt.de

Pirate Bay Verkauf: Auf in die Legalität

30.06.09  3 Kommentare

Es kommt überraschend: “The Pirate Bay”, die Tauschbörse und Suchmaschine für (zumeist illegale) Musik-, Film- und Programm-Downloads, könnte schon bald den Besitzer wechseln. Während die Plattform zuletzt durch den Prozess vor Gericht in die Schlagzeilen geriet, scheint es nun so, als sei der Weg in die Legalität möglich.
Die schwedische Software-Firma Global Gaming Factory X (GGF) gab bekannt, The Pirate Bay für 60 Millionen Kronen (umgerechnet rund 5,5 Mio. Euro) aquiriert zu haben. Das Inkrafttreten sei allerdings davon abhängig, dass die “erworbenen Aktivitäten legal und entsprechend eigener Absichten angewandt werden können”. So will GGF ein Geschäftsmodell entwickeln, bei dem Inhalteanbieter und Urheberrechtsinhaber für Werke abgegolten werden sollen, die mit Hilfe des Torrent-Trackers heruntergeladen werden.

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400% mehr YouTube Uploads

30.06.09  4 Kommentare

Oh, oh – da blüht dem ohnehin schwer unrentablen YouTube ein richtiger Kracher. Google gab gestern bekannt, dass die Video-Uploads bei YouTube um satte 400% seit dem vergangenen Freitag gestiegen seien. Das lässt sich fast nur auf den Release des neuen iPhone 3GS zurückführen, das weltweit bereits über eine Million Mal verkauft wurde. Während das Design gleich geblieben ist, haben sich vor allem die inneren Werte des mobilen Alleskönners verbessert. Neben der doppelten Rechengeschwindigkeit, ist das iPhone nun auch in der Lage Videos aufzunehmen – und direkt auf YouTube (oder MobileMe) hochzuladen. Mit der Möglichkeit Videos sogar über 3G-Netzwerke (UMTS oder Edge) aus der Hand ins Internet zu übertragen, ist es kein Wunder, dass Millionen neue Schnipselchen eingereicht wurden.

Dabei nimmt YouTube’s Upload-Traffic nicht erst seit Freitag zu. Music Ally hat herausgefunden, dass mobile Uploads um unglaubliche 1700% in den letzten sechs Monaten zugenommen haben. Ein eindeutiger Trend: Mit immer mehr videofähigen Handys und erschwinglicheren Raten für mobiles Internet werden die privaten Nutzervideos zunehmen.
Musiker können davon durchaus auch profitieren. So wird es immer wahrscheinlicher, dass auch ein noch so kleines Kellerkonzert im Netz landet. Wer sich richtig in Szene setzt, hat gute Chancen auf eine annehmbare Promotion.

Da viele kreative Köpfe dieses Blog lesen: Habt ihr schon das neue iPhone 3GS ausprobiert?
Tausende Tonnen von Videos bei YouTube gingen nämlich schlichtweg auf Tests zurück. Eine Auswahl an kurzen Ausschnitten von Baseball-Spielen, Besuchen bei Großmutter oder aus dem Apple Store gab es auf der ganzen Welt zu sehen. In dem Sinne, frohes Filmen!

via Ars Technica
Foto von Apple

Jackson stürmt die Charts

29.06.09  kommentieren

Michael Jackson, wir haben es dank eines riesigen Medienechos bereits alle erfahren, ist gestorben. n-tv berichtete sogar halbstündlich über den Tod des “King of Pop” und Radios setzen Sonderkanäle online ein. Dabei hätte Jackson gerade jetzt noch einmal ordentlich verdienen können. So führt Amazon seit Donnerstag die Alben des Künstlers kontinuierlich in den Top 10: Heute finden sich 9 der 10 Plätze durch Jacko Werke besetzt. Bei iTunes sieht die Situation ganz ähnlich aus. Hier gehen in Deutschland und den USA gleichermaßen 8 von 10 Plätze an den Verstorbenen.

Bereits zu Lebzeiten war Jackson ein guter Verkäufer. Sein Label, Sony Music, bei dem er Medienberichten zufolge mehrere hundert Millionen Dollar Schulden haben soll, gab bekannt, dass Jackson weltweit geschätzte 750 Millionen Tonträger unter das Volk brachte (davon alleine 50 Mio. durch “Thriller”).
Sein Tod sorgt nun abermals für einen riesigen Schub. Überlicherweise wird jetzt noch einmal richtig Kasse gemacht. Das Handelsblatt schreibt: “Für das Gesamtkunstwerk Michael Jackson bedeutet sein Tod das ultimative Comeback.” So makaber das auch klingen mag: Es stimmt. “Invincible” spielte vor acht Jahren nur einen Bruchteil der früheren Erfolge ein. Jackson war pleite, durch den Missbrauchsprozess und ständige Operationen gezeichnet.
Schätzungsweise 500 Millionen Dollar soll Jackos Schuldenberg groß gewesen sein. Ob der neuerliche Rummel dafür sorgt, dass “Neverland” und andere Luxusgüter in Jackson-Hand bleiben, bleibt abzuwarten.

Und tschüss MP3-Player…?

29.06.09  kommentieren

Die Zukunft der reinen MP3-Player sieht, laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (Gfu) und dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen Gfk, düster aus. Während 2004 noch über 50 Prozent der Geräte für Musikwiedergabe aus iPod & Co. bestanden, sind die Marktanteile der “Wenig-Könner” heute auf unter 15 Prozent gesunken. Stattdessen greift der moderne Mensch von heute auf sein Handy zurück. Trotz Qualitätsverlusten und teilweise umständlichen Prozedere zur Datenübertragung gehen 66 Prozent der Musikwiedergabe auf die mobilen Alleskönner zurück. Weitere 17 Prozent entfallen auf die sogenannten Multimedia-Geräte, die neben Musik auch Videos, Spiele oder Bilder anzeigen können.

Dass dies aber nicht das Ende des klassischen MP3-Players bedeuten muss, zeigt die Entwicklung im Fotobereich. Hier hat sich das Verhältnis seit 2004 wieder zugunsten der reinen Fotokameras entwickelt, obwohl Fotohandys und Smartphones zu der Zeit ursprünglich über 60 Prozent des Marktes inne hatten. Zwischenzeitlich gingen die Marktanteile zwar noch weiter zurück, mittlerweile haben sich die Digitalkameras aber auf etwas über 30 Prozent eingepegelt.
Trotz “Geiz ist geil”-Mentalität setzt ein Teil der Deutschen weiterhin auf Qualität. Die verbaute Technik in den Mobiltelefonen reicht bis heute (wenn überhaupt, dann nur in wenigen Fällen) nicht an die hochwertigen Bilder einer Digitalkamera heran. Zudem wirken sich gesunkene Preis bei Spiegelreflex- und Bridge-Geräten positiv auf den Trend aus.

Steht “Qualität im Vordergrund, so haben hoch entwickelte Spezialgeräte nicht nur ihre Berechtigung, sondern auch dauerhaft interessante Marktchancen”, sagte Rainer Hecker, Gfu-Aufsichtsratsvorsitzender. Und so kann man auch glauben, dass der iPod zukünftig nicht so schnell die große Bühne verlassen wird.

via Golem
Foto via flickr von re-ality (cc)

Bands live im Social Network

25.06.09  kommentieren

Live ist das neue Stichwort für die sozialen Netzwerke dieser Welt, zumindest wenn es nach Anbietern wie Ustream geht. Der Anbieter für Live-Streaming hat nun eine Partnerschaft mit Facebook begonnen. Bands und Unternehmen können fortan in ihrem Profil verschiedenste Sendungen direkt übertragen. Die Firmen dahinter haben zudem die Möglichkeit, ihre Aktionen mit Bannern & Co. im Netzwerk zu bewerben.
Dabei ist Ustream so überzeugt von sich, dass es deutlich sagt: “Wir suchen uns aus, mit wem wir zusammenarbeiten.”

Die “Jonas Brothers” kamen als Erste in den Genuss des neuen Dienstes und konnten, nach eigenen Angaben, einen recht großen Erfolg verbuchen:
· 1.5 million unique posts were made via Facebook Live Feed
· 23K average posts per minute
· More than 100K users joined the webcast after seeing their friend’s comment on Facebook
· 974K total unique viewers watched the one hour webcast
· Ustream reports the Jonas Brothers webcast on Facebook surpassed the largest live video event they have hosted for any music artist

Weitere Bands sollen folgen. Der Vorteil ist, dass die Konsumenten über mehrere Wege unmittelbar mit ihren Stars kommunizieren können – egal ob via Video oder Nachricht. Der Kostenpunkt für derart große Aktionen bliebt geheim, ansonsten kann aber jeder beliebige User eine Live-Schalte bei Ustream starten.
In den Staaten setzt sich damit das Geschäft um Live-Streaming-Videos immer stärker durch. Der Konkurrent Kyte hatte bereits vor kurzem verstärkt Musik-Events online gebracht und Hulu zuletzt ein Konzert gestreamt. Bis der Trend auch nach Deutschland überschwammt, sollte es nicht mehr lange dauern.

via Music Ally, Ustream

Nokia Comes With Music DRM-frei

18.06.09  2 Kommentare

Gute Neuigkeiten von der Insel: Auf einer Präsentation hat Nokia verkündet, dass es bis Ende 2009 seinen Dienst “Comes With Music” (CWM) DRM-frei gestalten möchte und Anfang 2010 dann nur noch auf MP3′s setzen möchte. Damit reagiert der Mobilfunkanbieter wohl auch auf die neue Musik Flatrate von Virgin und Universal.

Bislang können Kunden von CWM lediglich Musik für einen bestimmten Zeitraum auf ihr Handy und (einen) Computer laden. Das Abspielen auf einem anderen Player oder das Brennen auf eine CD fällt durch die Restriktionen des DRM-Formats äußerst schwer.
Ungeschützte MP3-Dateien würden auch bedeuten, dass Käufer ihre Titel über ihr Abonnement hinaus nutzen können. Im Moment kann man sich bestimmte Nokia-Modelle kaufen, bei denen die Musik-Flatrate mitbezahlt wird. Nach einem Jahr muss man das Abo entweder verlängern oder verliert die geladene Musik wieder.

Während Comes With Music in Singapur einschlug, wie eine Bombe, blieb der erhoffte Erfolg, laut Medienberichten, in Großbritannien anfangs aus. Gegenüber myoon wollte sich Nokia bislang nicht zu den Umsätzen in Deutschland äußern.
Offiziell bestätigte man allerdings, dass man international auf einem guten Weg sei. So würden nun 60% der Kunden im Vereinigten Königreich die Musik-Flatrate aktivieren. Ob das jedoch als Erfolg zu verbuchen ist, sei fraglich, denn schließlich ist der einzige Grund zum Kauf der speziellen Modelle doch CWM.
Aber gut. Nokia wird jedenfalls noch länger an seinem Konzept festhalten. Heute verkündeten die Finnen, dass sie einen europaweiten Lizenzierungs-Vertrag mit der GEMA abgeschlossen hätten.

via Presseportal, Music Ally

Festivalsommer Warm Up

15.06.09  kommentieren

Zum Auftakt der Festivalsaison starten radio.de und das weltweit führende Ticketing-Unternehmen Ticketmaster eine Kooperation. Der exklusive Radiosender “Festivals’ 09″ vernetzt in einem Livestream die Top Acts des Sommers mit den dazugehörigen Konzerttickets.

“Die Kooperation zeigt, welche Synergieeffekte sich im Webradio realisieren lassen. Für die Zukunft setzen wir auf weitere spannende Projekte sowie die Zusammenarbeit mit unserem Vermarktungspartner AS&S Radio. Der Sender Festivals’ 09 bietet den Hörern einen echten Mehrwert, während die Tickets direkt in der relevanten Zielgruppe beworben werden”, sagt Bernhard Bahners, Director Marketing & Content bei radio.de. Bei dem Unternehmen aus Hamburg, an dem sich u.a. auch die DuMont Gruppe (MZ, EXPRESS) beteiligt, scheint man stark an der Weiterentwicklung des Web-Radios bemüht zu sein. In einer bunten Werbeblogger-Runde ließ Bahners zuletzt einige interessante Visionen blicken, wie das Medium (live) monetarisiert werden könnte.

Im Prinzip ist die Kooperation mit Ticketmaster tatsächlich eine schöne Idee der Vermarktung. Jedoch muss man ebenso anerkennen, dass es der Sache am “letzten Schliff” fehlt. Während das Programm wirklich vielseitig ist, könnte man die Schnittstelle aus Radio und Ticketverkauf noch besser nutzen. Warum kann man beispielsweise nicht gleich auf einen Button klicken, der mir verrät, wo die gerade gespielte Band im Sommer zu finden ist? Letztendlich nutzen beide Seiten den Deal dadurch nicht optimal aus.

Reinhören könnt ihr trotzdem. (Übrigens auch über die radio.de iPhone App, über die wir unlängst berichteten.)


Festivals ’09

Last.fm Gründer treten zurück

11.06.09  kommentieren

Das Gründer-Team von Last.fm, Richard Jones, Felix Miller und Martin Stiksel, tritt langsam zurück. “Nachdem wir schon 2 Jahre Last.fm innerhalb von CBS betreiben, ist die Zeit reif die Zügel zu übergeben”, schreibt der Deutsche Miller im offizielle Blog des Unternehmens.

Man sei sehr stolz auf die Entwicklungen. So konnte Last.fm in den vergangenen 12 Monaten seine Nutzerzahlen verdoppeln – über 37 Mio. Unique Visits erzielt das Web Smart Radio jeden Monat. Künftig werde die frisch gegründete CBSi music group die Geschicke leiten. Die letzten Neuerungen, wie das Visual Radio oder die X-Box-Applikation würden, laut Miller, zeigen, dass Last.fm große Möglichkeiten habe.
Das US-Network CBS hatte Last.fm Mitte 2002 für rund 280 Mio. Dollar gekauft. Unlängst wurden Gerüchte laut, das Unternehmen habe Daten seiner Nutzer an die RIAA, das amerikanische Pondon zur GEMA, weitergegeben, um die Strafverfolgung von illegalem Filesharing zu ermöglichen.

Vermutlich – das glaubt sogar TechCrunch, das die genannten Gerüchte immer wieder streut – liegt die Ursache des Rücktritts aber nicht in dieser Angelegenheit. Experten gehen davon aus, dass sich die Gründer mit CBS nach 2 Jahren aus dem Unternehmen zu verabschieden. Es ist kein großes Geheimnis, dass die Führungsriege und die Bosse des US-Networks nicht immer gerade gut miteinander ausgekommen sind.

Wer übrigens einen Blick auf den potentiellen Last.fm Killer aus Deutschland (?) werfen will, bekommt von myoon Einladungs-Codes zur Beta von steereo.

via Last.fm

Wer kennt schon Last.fm? – steereo greift an

09.06.09  9 Kommentare

„Wir haben gutes Feedback erhalten“, berichtet Geschäftsführer Alexander Kolisch im Interview mit myoon zum Start der Closed Beta von steereo.

steereo ist der Angriff der Holtzbrinck Gruppe (studiVZ, ZEIT, Handelsblatt) auf die Last.fm‘s dieser Welt. Mit vielen ähnlichen Diensten, wie etwa dem deutschen simfy, Aupeo oder zahlreichen amerikanischen Web Smart Radios könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Markt mittlerweile konsolidiert sei.
Doch weit gefehlt. „Das Potential ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Sie und ich wissen, was Last.fm ist. Aber fragen Sie mal eine 16-jährige, ob Sie es auch weiß.“
Damit hat Kolisch, der zuletzt auch für EMI‘s Digital Sparte arbeitete, wohl gar nicht so Unrecht. Hierzulande tut sich Last.fm in den vergangenen Jahren schwer, eine kritische Öffentlichkeit (abseits der Early Adopters) zu erreichen. Ohne Frage stellt das Konzept der Web Smart Radios aber einen enormen Wachstumsfaktor der Musikbranche dar, den steereo nutzen möchte.

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