Warner Music und die Folgen des YouTube-Streits

Warner Music und die Folgen des YouTube-Streits

17.09.09 Major Label verliert Millionen Views

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Gleich zu Anfang des Jahres verwickelte sich Warner Music in einen Lizenz-Streit mit YouTube. Das Major Label ließ Tonnen an Videos von der Plattform sperren, darunter Titel von Künstlern wie Madonna, Nickelback oder Gnarls Barkley. Beide Parteien hatten zwar im Sommer wieder ernsthafte Gespräche geführt, eine Einigung scheint aber nach wie vor in weiter Ferne. Warner Music entgehen dadurch nicht nur hunderte Millionen Zuschauer, sondern vermutlich auch Millionen von Dollar.

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Erste Netaudio Nacht in Leipzig

Erste Netaudio Nacht in Leipzig

16.09.09 Creative Commons Diskussion und Tanz im Superkronik

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Diesen Samstag wird im Superkronik die erste Leipziger Netaudio Nacht gefeiert. Aber bevor die Partyfinger durch die Lüfte kreisen, findet erst einmal eine Diskussion unter dem Motto Mein Commons? Dein Commons? Creative Commons! statt. Die Themengebiete der Referenten erstrecken sich vom Urheberrecht über Creative Commons und GEMA bis hin zu Netlabels.

Nicole Ebber wird die Zuhörer zu Beginn der Veranstaltung in die Welt der Creative Commons Lizenzen einführen und dann zusammen mit Amir El-Moawen und Bastian Thüne den Ursprung der CC-Idee, die Funktionsweisen und die Vorteile als auch Schwachstellen erläutern sowie rechtliche Fragen hinsichtlich Netlabels klären.

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all2gethernow startet morgen in Berlin

all2gethernow startet morgen in Berlin

15.09.09 Neues Businessevent, dass Hoffnung weckt

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Update: Für alle daheim gebliebenen, gibt es einen Livestream.

Als im Juni die Veranstalter der Popkomm bekannt gaben, dass die Schnittchen- und Schampusgala dieses Jahr ausfällt, weil das böse Internet der Musikindustrie ihr lieb gewordenes Geschäftsmodell kaputt gemacht hat, da schmiedeten einige engagierte Andersdenkende einen interessanten Plan. Sie gründeten einen eigenen non-profit Verein und werkelten an der Umsetzung eines eigenen Businessmeetings. In nur drei Monaten stellten sie ein Barcamp, eine Konferenz und eine Cloud zusammen.

Anstatt das Internet zu verteufeln, wollen die Veranstalter auf der morgen in Berlin beginnenden all2gethernow das Potential der neuen Zeitrechnung nutzen, um Musikern und Distributoren aufzuzeigen mit welchen tools und Modellen sie in Zukunft durchstarten können. Dabei werden sie die alten Dinosaurier wie die GEMA und Majorlabels nicht ausschliessen, sondern mit ihnen zusammen der Vision einer funktionierenden Musikindustrie nachgehen. Schliesslich heisst ihr Baby all2gethernow und nicht Wir gegen die Dinos.

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Neue Zahlen zum Einkommen von Musikern
 

Die Frage Was verdient ein Musiker beim Verkauf seiner Werke? beschäftigte nun auch den Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT). Der Verband beauftragte Amke Block (audiomagnet) und Thomas Schlegel (Kanzlei Sasse und Partner) bei Indiependents und Künstlern nachzufragen.

Laut ihrem Ergebnis bekommt ein Musiker im Schnitt 17% des Endverkaufspreises (einschliesslich Einahmen aus GEMA-Lizenzen) In absoluten Zahlen verdient er somit bei einem durchschnittlichen Vertrag zwischen 1,90 und 2,60 Euro pro verkauften Album (bei einem Albumpreis von 15 Euro).
Erste Reaktionen auf die Zahlen:

Eva Klitz, Geschäftsführerin des VUT e.V.

"Wir sollten jede Chance nutzen, der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, wie die Einnahmen der Musikwirtschaft wirklich verteilt werden. Sonst setzen sich Falscheinschätzungen in den Köpfen der Musiknutzer fest und Filesharing scheint nur mehr ein Kavaliersdelikt zu sein. Jeder, der sich Musik umsonst besorgt, sollte sich darüber bewusst sein, dass Künstler und Labels ohne Rückflüsse aus dem Verkauf von physischen oder digitalen Tonträgern keine neue Musik mehr produzieren und veröffentlichen können."

Oke Göttlich, CEO und Gründer der finetunes GmbH

"Im digitalen genau wie im physischen Markt werden die Künstler in der Regel angemessen an den Einkünften der Labels beteiligt. Dennoch muss die Frage künftig beantwortet werden, wie junge, unbekannte Musiker noch Musik schaffen und davon leben sollen, wenn ihre Werke ohne Einwilligung und Kenntnis frei im Netz verfügbar sind? Hier sind Firmen wie z.B. myvideo, rapidshare, aber auch die Internet-Service-Provider wie United Internet, T-Online und Vodafone gefragt, gemeinsam Modelle mit uns – den gesprächsbereiten und nicht konzerngesteuerten Indies – zu entwickeln, um gerne auch neue Vergütungs- und lohnende Promotionkanäle zu öffnen."

Hier zwei Grafiken der Neuberechnung:

Pressemitteilung der VUT


iTunes will die klassische LP ersetzen

iTunes will die klassische LP ersetzen

09.09.09 Plus: Neuer iPod nano mit Kamera

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Interessante Entwicklungen bei Apple. In Kalifornien stellte CEO Steve Jobs jede Menge neue Produkte der Software-Schmiede aus Cupertino vor. Das an sich ist schon ein kleines Phänomen, denn der erfolgsverwöhnte Jobs musste lange Zeit aus gesundheitlichen Gründen aussetzen. Viele vermuteten bereits, der Bill Gates-Rivale würde gar nicht mehr zurückkehren.
Nun überrascht er aber mit spannenden Neuerungen in iTunes und auf dem iPod.

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Nur jeder 4. Musiktitel via iTunes

Nur jeder 4. Musiktitel via iTunes

27.08.09 CDs immer noch groß

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In den USA hat der digitale Musikvertrieb einen weitere Steigerung hingelegt: Von 30% auf 35% hat der Anteil an Downloads zugenommen. Der größte Teil entfällt aber immer noch auf die herkömmlichen CDs. Mit 65% sind die Compact Discs der wichtigste Vertriebsweg für Musik, was für viele unserer Leser sicher nicht ganz nachvollziehbar sein mag. Aber selbst in einem derart technisierten Land wie den Vereinigten Staaten stehen die Käufer nach wie vor auf handfeste Tatsachen. Besonders Alben halten den Umsatz weiterhin hoch. Hält das Wachstum von 15 bis 20 Prozent jedoch an, so glauben Analysten, dass Ende 2010 mehr Musik per Download verkauft werden wird als auf CD

Immerhin 69% der digitalen Musikeinkäufe entfallen auf den Branchenriesen iTunes von Apple. Amazon ist abgeschlagen auf Rang 2, mit 8 Prozent. Insgesamt machen die Verkäufe über iTunes schon stattliche 25% des gesamten Musikvertriebs aus (Vorjahr: 21%).

Ganz verschwinden wird die CD wohl trotzdem nicht. Die Frage ist allerdings, ob ein anderer Trend Primus iTunes noch überholen könnte. Immer deutlicher zeichnen sich Abo Modelle als favorisierte Variante ab, zukünftig Musiktitel legal zu beschaffen. Vielleicht sehen wir in diesem Bereich bereits in den nächsten Jahren eine signifikante Entwicklung, auch wenn heute die Angebote noch nicht ganz stimmig scheinen, weil etwa die Kombination aus Hard- und Software nicht stimmt oder enge Verträge (manchmal sogar noch DRM) aufgebunden werden.
Bis dahin können wir sagen: “iTunes lebe hoch.”

via ars technica


iPhone Apps sind 2,4 Mrd. $ wert

iPhone Apps sind 2,4 Mrd. $ wert

27.08.09 Gewaltiger jährlicher Umsatz

von   Ein Kommentar

 

Heute bin ich auf eine sehr interessante Statistik gestoßen, die zwar nicht aus offizieller, aber glaubwürdiger Quelle stammen: Die iPhone App Industrie soll jährlich satte 2,4 Mrd. US-Dollar (rund 1,68 Mrd. Euro) umsetzen. Der Marktplatz für Applikationen zu Android setzt immerhin 60 Mio. Dollar jährlich um.

Die Zahlen basieren auf einer Umfrage von 1000 Nutzern des iPhones, iPod touchs oder Android Geräten, kombiniert mit Daten aus dem Werbenetzwerk AdMob.
So würde es über 26 Mio. iPhone User geben, die zu 50% Applikation käuflich erwerben. Durchschnittlich werden dann 9,49 $ ausgegeben, was allein im August einen Umsatz von 125 Mio. Dollars bedeutet. Selbiger wird zwischen Apple und den Entwicklern geteilt.

Interessant: Während Leute mit iPhone oder Android Handy nur 10 neue Applikationen pro Monat laden, ziehen sich die Jungs und Mädels mit iPod touch gleich 18 neue Apps. Und so opfern die Besitzer der genannten Geräte mindestens 30 Minuten täglich ihre Software auch ordentlich zu nutzen. Fast ein Viertel setzt sich sogar ganze 2 Stunden jeden Tag davor.
Wichtig für die Kaufentscheidung ist vor allem die Store-Startseite. Diese sorgt bei 60% für die Entdeckung neuer Anwendungen. Wer sich dann für eine App entscheidet, ist sogar i.d.R. glücklich dafür Geld ausgegeben zu haben (erst Recht nachdem man eine kostenlose Testphase absolvieren konnte).

Die Zahlen gelten weitestgehend für die USA. In Deutschland ist die Situation noch nicht ganz vergleichbar, aber auf forschen Vormarsch. Apps sind die Zukunft – und die Musikindustrie kommt auch auf diesen Riecher. Spotfiy darf nun seine App veröffentlichen, Rhapsody will bald nachlegen und Last.fm oder radio.de gibt’s schon lange auf dem iPhone. Den App Store freut’s…

via Gigaom


Bye bye iLike, hello Spotify

Bye bye iLike, hello Spotify

26.08.09 Facebook findet schnell einen neuen Musikpartner

von   2 Kommentare

 

Kaum berichten wir, dass iLike von MySpace übernommen wurde und sich Facebook einen neuen Musikpartner suchen muss, da schneit eine interessante Neuigkeit herein. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verkündet in seinem Profil, dass er Spotify so gut findet. Ist der schwedische Dienst der große Nachfolger oder ist alles nur eine Ente?

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Live Entertainment oder Advertainment – das Lautstark Panel auf der c/o pop

Live Entertainment oder Advertainment – das Lautstark Panel auf der c/o pop

26.08.09 Gibt es das perfekte Event für Künstler und Marke?

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Lautstark lud anlässlich der c/o pop zu zwei Diskussionsrunden, in denen sich alles um das Zusammenspiel zwischen Marken und Musik drehte. Gibt es einen perfekten Event, der für alle Seiten (Marke, Musiker und Konsumenten) emotional bzw. geldlich befriedigt? Und wie sollte ein dementsprechendes Booking aussehen? Wie erreicht eine Marke seine Zielgruppe und begeistert sie nicht nur vom Event sondern auch der Marke?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich das einstündige Panel LIVE ENTERTAINMENT ODER ADVERTAINMENT… die Suche nach dem perfekten Event für Künstler & Marken.

Es diskutieren Chris Reitze (Managing Director, 2Bild), Hamed Shahi (Managing Director, SSC Group GmbH), Florian Brauch (CEO, Sparta Entertainment), Saskia Trautwein (Senior PR & Talent Relations Manager, Styleheads), Ralf Lülsdorf (Head of Brand Properties, Deutsche Telekom) Moderiert wird das Gaze von Fabian Gerhartz (Managing Director, Lautstark), Frank Karch (Journalist, 1Live)


Ausgetunet: Roccatune insolvent

Ausgetunet: Roccatune insolvent

25.08.09 Schlechte Chancen für einen Neustart

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Nun ist es offiziell. Der Online-Musikdienst roccatune musste Insolvenz anmelden. Bereits vor wenigen Tagen, meldete ein Blog diese Nachricht. Damit bestätigt sich der Verdacht vieler Szenekenner, denen das ruhige Verhalten roccatunes in der Vergangenheit bereits aufgefallen war. Der Anbieter scheint wegen der Finanzkrise vor dem Aus, aber möglicherweise steht noch deutlich mehr dahinter.

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