Festivalsommer Warm Up

Festivalsommer Warm Up

15.06.09 radio.de und Ticketmaster starten eigenen Sender

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Zum Auftakt der Festivalsaison starten radio.de und das weltweit führende Ticketing-Unternehmen Ticketmaster eine Kooperation. Der exklusive Radiosender “Festivals’ 09″ vernetzt in einem Livestream die Top Acts des Sommers mit den dazugehörigen Konzerttickets.

“Die Kooperation zeigt, welche Synergieeffekte sich im Webradio realisieren lassen. Für die Zukunft setzen wir auf weitere spannende Projekte sowie die Zusammenarbeit mit unserem Vermarktungspartner AS&S Radio. Der Sender Festivals’ 09 bietet den Hörern einen echten Mehrwert, während die Tickets direkt in der relevanten Zielgruppe beworben werden”, sagt Bernhard Bahners, Director Marketing & Content bei radio.de. Bei dem Unternehmen aus Hamburg, an dem sich u.a. auch die DuMont Gruppe (MZ, EXPRESS) beteiligt, scheint man stark an der Weiterentwicklung des Web-Radios bemüht zu sein. In einer bunten Werbeblogger-Runde ließ Bahners zuletzt einige interessante Visionen blicken, wie das Medium (live) monetarisiert werden könnte.

Im Prinzip ist die Kooperation mit Ticketmaster tatsächlich eine schöne Idee der Vermarktung. Jedoch muss man ebenso anerkennen, dass es der Sache am “letzten Schliff” fehlt. Während das Programm wirklich vielseitig ist, könnte man die Schnittstelle aus Radio und Ticketverkauf noch besser nutzen. Warum kann man beispielsweise nicht gleich auf einen Button klicken, der mir verrät, wo die gerade gespielte Band im Sommer zu finden ist? Letztendlich nutzen beide Seiten den Deal dadurch nicht optimal aus.

Reinhören könnt ihr trotzdem. (Übrigens auch über die radio.de iPhone App, über die wir unlängst berichteten.)


Festivals ’09


Last.fm Gründer treten zurück

Last.fm Gründer treten zurück

11.06.09 CBS übernimmt das Ruder

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Das Gründer-Team von Last.fm, Richard Jones, Felix Miller und Martin Stiksel, tritt langsam zurück. “Nachdem wir schon 2 Jahre Last.fm innerhalb von CBS betreiben, ist die Zeit reif die Zügel zu übergeben”, schreibt der Deutsche Miller im offizielle Blog des Unternehmens.

Man sei sehr stolz auf die Entwicklungen. So konnte Last.fm in den vergangenen 12 Monaten seine Nutzerzahlen verdoppeln – über 37 Mio. Unique Visits erzielt das Web Smart Radio jeden Monat. Künftig werde die frisch gegründete CBSi music group die Geschicke leiten. Die letzten Neuerungen, wie das Visual Radio oder die X-Box-Applikation würden, laut Miller, zeigen, dass Last.fm große Möglichkeiten habe.
Das US-Network CBS hatte Last.fm Mitte 2002 für rund 280 Mio. Dollar gekauft. Unlängst wurden Gerüchte laut, das Unternehmen habe Daten seiner Nutzer an die RIAA, das amerikanische Pondon zur GEMA, weitergegeben, um die Strafverfolgung von illegalem Filesharing zu ermöglichen.

Vermutlich – das glaubt sogar TechCrunch, das die genannten Gerüchte immer wieder streut – liegt die Ursache des Rücktritts aber nicht in dieser Angelegenheit. Experten gehen davon aus, dass sich die Gründer mit CBS nach 2 Jahren aus dem Unternehmen zu verabschieden. Es ist kein großes Geheimnis, dass die Führungsriege und die Bosse des US-Networks nicht immer gerade gut miteinander ausgekommen sind.

Wer übrigens einen Blick auf den potentiellen Last.fm Killer aus Deutschland (?) werfen will, bekommt von myoon Einladungs-Codes zur Beta von steereo.

via Last.fm


Wer kennt schon Last.fm? – steereo greift an

Wer kennt schon Last.fm? – steereo greift an

09.06.09 Beta Einladungen zu vergeben

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„Wir haben gutes Feedback erhalten“, berichtet Geschäftsführer Alexander Kolisch im Interview mit myoon zum Start der Closed Beta von steereo.

steereo ist der Angriff der Holtzbrinck Gruppe (studiVZ, ZEIT, Handelsblatt) auf die Last.fm‘s dieser Welt. Mit vielen ähnlichen Diensten, wie etwa dem deutschen simfy, Aupeo oder zahlreichen amerikanischen Web Smart Radios könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Markt mittlerweile konsolidiert sei.
Doch weit gefehlt. „Das Potential ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Sie und ich wissen, was Last.fm ist. Aber fragen Sie mal eine 16-jährige, ob Sie es auch weiß.“
Damit hat Kolisch, der zuletzt auch für EMI‘s Digital Sparte arbeitete, wohl gar nicht so Unrecht. Hierzulande tut sich Last.fm in den vergangenen Jahren schwer, eine kritische Öffentlichkeit (abseits der Early Adopters) zu erreichen. Ohne Frage stellt das Konzept der Web Smart Radios aber einen enormen Wachstumsfaktor der Musikbranche dar, den steereo nutzen möchte.

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File-Sharing-Bashing ist keine Lösung

File-Sharing-Bashing ist keine Lösung

04.06.09 Wissenschaftliche Überlegungen zur File-Sharing Thematik

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Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die den Zusammenhang zwischen File-Sharing und Tonträgerabsatz/-umsatz untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien sind sehr unterschiedlich und reichen von File-Sharing ist die Hauptursache für den rückläufigen Tonträgerabsatz bis hin zu zwischen File-Sharing und Tonträgerverkauf gibt es keinen Zusammenhang. Einige Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass File-Sharing letztendlich den Musikverkauf positiv beeinflusst.

Prof. Peter Tschmuck hat in der Serie Wie böse ist File-Sharing? einige dieser Studien beleuchtet und kritisch hinterfragt. Im Teil 18 gibt er nun eine Zusammenfassung seiner Arbeit und versucht "durch eine Typologisierung der einzelnen Ansätze Ordnung ins methodische Chaos zu bringen und ein Erfolg versprechendes Forschungsdesign zur Diskussion stellen".
Er selbst kommt zu dem Schluss, dass File-Sharing-Bashing keine zielführende Strategie ist.

"Will man in Zukunft zu den Gewinnern zählen, so muss man sich von traditionellen Geschäftsmodellen verabschieden und die neuen Erlöspotenziale für sich nutzbar machen. Der Kampf gegen Musiktauschbörsen ist dabei sicherlich nicht der zielführende Weg. Man sollte sich vielmehr überlegen, wie diese neue Form der Musiknutzung wirtschaftlich nutzbar zu machen ist, womit wir bei der Diskussion um Musik-Flatraten und neue Urheberrechtsformen wären".

Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese wissenschaftliche Einsicht langsam aber sicher durchsetzt und die Kriminalisierung der verteufelten Raubkopierer endlich ein Ende findet. Doch bis dahin muss wohl noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

http://musikforschung.wordpress.com


Britische GEMA senkt Preise

Britische GEMA senkt Preise

27.05.09 Wie wär's damit, YouTube?

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So viel vorab: Die Überschrift ist freilich überspitzt. Tatsächlich senkt die PRS for Music, das britische Gegenstück zur deutschen Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), auf der einen Seite die Preise, während die Kosten an einer anderen Stelle gehoben werden. Für gekaufte Musikstücke muss der Anbieter des Download-Stores statt bislang 8% nun 10,5% abdrücken.
Dafür ist aber erfreulich zu sehen, dass die Gebühren für Online-Streaming drastisch gesenkt wurden – und so der Weg für Konsorten wie Last.fm, Aupeo, aber auch YouTube & Co. frei gemacht wird. Statt bislang 0,22 Pennys müssen pro gestreamten Titel nur noch 0,085 Pennys gezahlt werden.

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So funktioniert also das Musikbusiness

So funktioniert also das Musikbusiness

26.05.09 Die simpleshow erklärt es

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Die Macher von simpleshow.de versuchen durch kurze Videos komplexe Sachverhalte zu erklären. Also eine Art Die Sendung mit der Maus für Erwachsene. Im folgeneden Video widmet man sich dem Musikbusiness. Natürlich ist der Musiker bei der GEMA angemeldet, was das Ganze ein wenig Altbacken erscheinen lässt.

Aber schauen sie selbst, wie das Musikbusiness funktioniert.

via musikblog


Fotograf wegen Plattenkritik vor die Tür gesetzt

Fotograf wegen Plattenkritik vor die Tür gesetzt

26.05.09 Meinungsfreiheit unerwünscht

von   Ein Kommentar

 

Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein Musikredakteur von laut.de hatte das dritte Album von Silbermond besprochen. Diese äußerst kritische Plattenkritik gefiel Ulf Wenderlich, seines Zeichens Manager der Band nicht.

Am letzten Freitag besuchte Peter Wafzig, seines Zeichens "Haus-und Hoffotograf" von laut und anderen Medien eine Pressekonferenz der Band in Köln. Wenderlich bat Wafzig vor die Tür und erklärte dem Fotografen, dass er keine Fotos machen dürfe und sammelte gleich den Fotopass für das abendliche Konzert ein. Als Grund gab er an, dass Wafzigs Auftraggeber laut schliesslich die neue Platte von Silbermond "böswillig runtergeschrieben" hätte.

So gehen also "erfolgreiche" Musikmanager mit kritischen Medien um. Aber mal ehrlich, die Bautzner Band ist bei der Bravo eh besser aufgehoben. Die bejubeln jede noch so popelige Teeniband. Da müssen sich die armen Manager nicht so ärgern und zu solch unverständlichene Gehabe greifen.

Wafzig wünscht der Band trotzdem Alles Gute und fragt sich: "Ist das jetzt grade Mode mit der Kommunikationsherrschaft oder was?". Ich hoffe doch nicht.

via merely-thinking


Sony PSP in Konkurrenz zum iPod

Sony PSP in Konkurrenz zum iPod

25.05.09 Mit Musik gegen den Touch

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In der Gerüchteküche brodelt es immer heißer: Der Nachfolger zu Sony’s Playstation Portable (kurz PSP), die “PSP Go!”, soll mit einem eigenen Musikdienst ausgestattet werden. Zusammen mit einem innovativen Vertriebskonzept für Spiele könnte sich der kleine Alleskönner zu einer echten Konkurrenz für den iPod touch entwickeln.

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Erfolg dank Creative Commons

Erfolg dank Creative Commons

19.05.09 Drunksouls & Jamendo machen's vor

von   Ein Kommentar

 

Jamendo ist eine Plattform, die sich ganz und gar der freien Musik verschrieben hat. Hier kann man fast 20.000 Alben verschiedenster Künstler kostenlos anhören, herunterladen und (teilweise) weiterverwenden. Alles unter den Prinzipien der Creative Commons, einer Initiative eines Rechtsprofessoren aus Standford, der bemerkte, dass das klassische Copyright viel zu restriktiv ist. Creative Commons ermöglichen den freien Austausch von künstlerischen Gütern wie Musik, Videos oder Bildern mit einer klaren und leichten Angabe der Nutzungsbedingungen.

Jamendo vermeldet nun erste, größere Erfolge für seine Musiker. “Die Mitglieder der Band Drunksouls aus Marseille, alte Bekannte auf Jamendo, schalten professionell einen Gang hoch: Ab jetzt kümmert sich die Pariser Agentur Music Media Consulting (Franz Ferdinand, Sébastien Tellier, Arrested Development…) um die Werbung der Band”, teilt man mit.
Ihre Single “Pain of Life” sei sogar schon in US-Medien gespielt wurden. Zudem gab es zahlreiche Pressemeldungen und Artikel über die französische Gruppe.

Bei all der Euphorie bleibt aber klar, dass Jamendo alleine wohl nicht die Reichweite besitzt, um Musiker zum Sprung in die Professionalität zu helfen. Drunksouls liefert gute Arbeit, Jamendo nur eine Plattform – ein YouTube-Channel, MySpace Seiten und mehr gehören zum Grundstock. In Zukunft könnten derartige “Wachstumsprozesse” aber durchaus schneller von statten gehen, denn das Unternehmen aus Luxembourg will sich weiter steigern. Bereits jetzt gebe es über eine halbe Million Nutzer, die das System vorwiegend privat nutzen. Mit “Jamendo PRO” spricht man seit April komerzielle Nutzer an. Ab 2 Euro pro Titel können so gewerbliche Nutzungslizenzen erworben werden, um etwa Filme zu vertonen. Kunden wie Skoda oder arte haben bereits davon profitiert, dass die angebotene Musik GEMA-frei bleibt.
Manch einer mag behaupten, dass dies den freien Charakter der Sache ad absurdum führen würde. Jedoch werden die Künstler mit min. 50% an den Umsätzen beteiligt und erhalten so die Möglichkeit auf die ganz große Bühne zu kommen.


(Pop Up 2009 – Was brachten die viel versprechenden Foren?
 

Am Samstag lud die (Pop Up in den Volkspalast und präsentierte neben der alljährlichen Messe verschiedene Foren, die viel versprechend klangen. Drei dieser Foren habe ich besucht. Hier meine kurze Debattenwanderung.

Alles so schön bunt hier – Musikvideos nach dem Tod des Musikfernsehens

Das erste Forum, dass ich zur Mittagszeit auf der Messe besuchte, sollte eigentlich von der Zukunft des Musikvideos handeln.
Leider war Andreas Dorau nicht wie angekündigt dabei. Aber mit Prof. Dr. Christoph Jacke (Kulturwissenschaftler Populäre Musik und Medien), Massuda Kassem (Produzentin und Regisseurin), Uwe Viehmann (Hobnox) und Tobias Tosse (Putpat) hatte man Experten und Macher geladen, von dem ich mir einiges versprach, die jedoch nicht wirklich neue Erkenntnisse zu Tage förderten. So verkam das Forum zu einer recht dürftigen Werbeveranstaltung für putpat.

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