Nichts ist für eine Band, die die letzten Jahre als innovative Businesscombo prägte konsequenter, als nach deren Auflösung das Equipment auf ebay zu versteigern.



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Die Deutschen haben Downloads zum beliebten Freizeitvergnügen erkoren. Was bisher als Jugendphänomen galt, ist nun auch bei den bei älteren Jahrgängen angekommen. Die Folgen: Der Downloadmarkt (Musik, Spiele, Videos, Hörbücher, Software) wächst kontinuierlich, wobei der Durchschnittspreis für den einzelnen Download auf 4,10 Euro sinkt.

Zu dieser Prognose kommt der Hight-Tech-Verband BITKOM aufgrund einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK.

BITKOM: Download-Rekord: Markt wächst auf 250 Millionen Euro


Abmahnungen verfolgen weniger eine sinnvolle Entschädigung für betroffene Rechteinhaber sondern vielmehr die Umsetzung eines System, bei dem Rechtsanwaltskanzleien und Filesharehunter die Idee vom “Turn Piracy into Profit” umsetzen.
Zu diesem Ergebnis kommt Daniel Flachshaar, der die Arbeitsweisen der Abmahnindustrie unter die Lupe nimmt.

Piratenpartei: Deutsches Recht gilt auch für Rechtsanwälte


Susan Boyle, sie errinnern sich bestimmt an den Auftritt der schottischen Dame beim der “Britain’s Got Talent” Show stellt mit ihrem Debütalbum “I Dreamed A Dream” mal eben einen Rekord auf der sich gewaschen hat.

Das Coveralbum mit einem einzigen eigenen Song verkaufte sich am ersten Tag satte 130.000 mal und ist somit das schnellstverkaufteste Album des Jahrzehnts. Verrückt, oder?

via musikmarkt


Mit einer guten, weil fairen Idee hat Ferdinand Wenisch eine Petition beim Deutschen Bundstag eingereicht. Die gefürchteten Abmahnungen im Internet sollen mit einer kostenlosen Vorstufe abgewendet werden.

"Abmahnungen im Internet sollen in Zukunft eine für den beklagten kostenlose Vorstufe bekommen. Der Abmahner soll mit dem Beklagten in Kontakt treten und diesem seinen Abmahngrund mitteilen und diesem so eine Möglichkeit geben um diesen möglichen Verstoß innerhalb von einer Frist zu beseitigen."

Petition: Schuldrecht – Kostenfreiheit bei fristgerechter Beseitigung des Abmahngrundes


Peter Tschmuck analysiert in seinem Blog die Studie mit dem Titel "Digital Music Survey", bei der im Oktober 2009 britische Internetnutzer im Alter zwischen 16 und 59 Jahren online interviewt wurden. Dabei werden die Ergebnisse hinsichtlich Musikkaufverhalten, Musik-File-Sharing-Verhalten und Legale Online-Musikangebote beleuchtet.

Tschmucks Fazit:
"Alles in allem bietet die Präsentation dieser Studie trotz der Verkürzungen einen interessanten Einblick über das Musik-Online-Verhalten der Briten und lässt interessante Schlussfolgerungen bezüglich des File-Sharing-Verhalten und der dahinter liegenden Motive zu, die in vertiefenden Untersuchungen noch abgetestet werden müssten."

Musikwirtschaftsforschung: Studie zur Online Musiknutzung in Grossbritannien


Spotify, das schwedische Wunderkind ist für Konsumenten mit Sicherheit eine super Sache. Doch was verdienen eigentlich die Künstler, wenn ihre Musik über den Dienst abgespielt wird? Lady Gaga “Pokerface” wurde laut Torrentfreak über eine Million mal gespielt und die Dame erhielt dafür stolze 113 Euro.

TorrentFreak: Lady Gaga earns slightly more from spotify than piracy


Zur all2gethernow, die Mitte September in Berlin über die Bühne ging, gibt es nun eine ausführliche Dokumentation mit Videomittschnitten, Berichten, Audiobeiträgen etc.

all2gethernow-dokumentation


Die von einigen Herrschaften der Musikindustrie im Dezember 2008 eingereichte Verfassungsbeschwerde gegen die Zulässigkeit privater Digitalkopien wurde nun vom der 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts nicht zur Entscheidung angenommen. Der simple Grund: Die Beschwerde wurde nicht fristgerecht erhoben.

Auszug aus der Pressemitteilung:

Die Beschwerdeführer, Unternehmen der Musikindustrie, müssen es aufgrund dieser Norm hinnehmen, dass private Digitalkopien der von ihnen auf den Marktgebrachten Tonträger grundsätzlich zulässig sind.

Pressemitteilung: Verfassungsbeschwerde gegen die Zulässigkeit privater Digitalkopien nicht zur Entscheidung angenommen


Kaum wurde Dieter Gorny mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt, da fordert der BMVI unter seiner Leitung französische Verhältnisse. Das "Warnen statt abmahnen" Prinzip in Form eines adaptierten Hadopi Gesetzes sollte demnach auch in Deutschland die Filesharer abschrecken.

musikindustrie: Frankreich Vorbild in Europa im Kampf gegen Internetpiraterie