Das umstrittene Hadopi2 Gesetz ist vom französischen Verfassungsgericht abgesegnet worden. Ab 2010 können User abgemahnt und beim dritten Verstoss im Schnellverfahren der Internetanschluss für maximal ein Jahr gekappt werden. Weiterhin können Richter die Uneinsichtigen zu einer Geld- und Gefängnisstrafe verdonnern.

heise: Frankreich: Internetsperre für Urheberrechtsverletzr gebilligt


Google will anscheinend auch direkt ins Musikgeschäft einsteigen. Mit dem Majors sei man bereits in Verhandlungen und der neue Dienst soll vorerst in den USA an den Start gehen. Ob die Datenkrake Downloads oder Streaming oder Beides anbietet, darüber gibt es noch keine Informationen.

techcrunch: New Google Muisc Service Launch Imminent


Johnny Häusler hat eine kurze Anleitung für Einsteiger in das BitTorrent-Universum gebloggt. Obwohl die Nutzung von BitTorrent an sich legal ist, kann der User durch das Laden von urheberrechtlich geschützten Material in die rechtliche Grauzone schlittern und im schlimmsten Falle wegen illegalem Filesharing zur Rechenschaft gezogen werden. "Deshalb: Know what you´re doing!"

spreeblick: Wie man BitTorrent benutzt – Anleitung für Einsteiger


Bei MySpace Music steht Musikern nun auch ein kostenloses "artist dashboard" zur Verfügung. Neben einem Analaysetool kommt auch iLike sinnvoll zur Verwendung, um die Musik weiträumig verbreiten zu können. Ausserdem wird neben Amazon nun auch iTunes integriert. Für Fans gibt es mehr Videos.

c.net: MySpace blasts out new music features
techcrunch: Web 2.0 Summit: V For Van Natta: The Socialization Of Content


Eigentlich wollte ich auf die Luxusdiskussion auf Deutschlandradio Kultur hinweisen, aber die nächtliche Sendung über die Veränderungen der elektronischen Tanzmusik aufgrund der berüchtigten Krise der Musikindustrie ist leider nicht zum Nachören verfügbar.

Dafür gibt es einen Link zum Beitrag über einen noch lebenden Superstar. Nach eigener hausgemachter Krise will Robbie Williams nun wieder durchstarten. Mit einem Konzert in London, dass weltweit in 200 Kinos zeitgleich übertragen wurde, soll das neue Album Reality Killed The Video Star (VÖ 6. November) promotet werden.

dradio: Robbie Williams – mit einem einzigen Konzert auf Weltournee


Jeder dritte Berufsmusiker leidet an chronischen Lampenfieber. Dabei haben vor allem klassiche Musiker nicht unbedingt Angst vor den Reaktionen des Publikums, sondern vor den geschulten Ohren der Kollegen. Wissenschaftler haben nun versucht, dieses phsychologische Phänomen mit messbaren Daten zu erfassen.

zeitonline: Es ist die Hölle


"Bei uns hieß es eines Tages, wir dürften alle mit einem Psychologen sprechen. Als wir dann gegangen sind, hab’ ich das Türschild gesehen. Da stand "Heilpraktiker"."

Wer nun angefixt ist, lese bitte das Interview mit dem schlichten Titel
"Ich hatte 20 000 Mittelfinger vor mir".


Tim Renner beschreibt in seinem motorblog die erste Krise der Musikwirtschaft vor 75 Jahren und vergleicht sie mit der heutigen Situation. Es sind zwar andere Zeiten doch für ihn ist das Problem identisch – und somit auch die Lösung.

"Offensichtlich waren es drei Faktoren, die der Musikwirtschaft den Wandel zum Guten brachten: Preis, Darreichungsform und Rechtssicherheit. Wendet man diese auf die aktuelle Situation an, kommt man ziemlich schnell zu dem Modell Flatrate. Diese bietet einen anderen, potentiell geringeren Preis pro Titel; eine neue Nutzungform und so es gesetzliche Regelungen mit den ISPs (also den Anbietern von Internetanschlüssen) gibt, auch eine neue Form der Rechtssicherheit."

Tim Renner: Das Ende der Krise der Musikwirtschaft


Neue Regierung – neues Glück? Während sich diese Woche die beiden Koalitionsparteien CDU/CSU und FDP zu ersten Gesprächen treffen, formuliert die GEMA ihre Wünsche an den schwarz-gelben Tigerentenclub.
Hier die Wunschliste:

- Schutz des geistigen Eigentum und angemessene Vergütung schöpferischer Leistungen sollen im Regierungsprogramm fest verankert werden

- Forderung eines europäischen Rechtsrahmen für Verwertungsgesellschaften in der EU

- Bekämpfung der Internetpiraterie soll zur Chefsache erklärt werden

musikmarkt: GEMA definiert ihre Wünsche an die neue Bundesregierung


Dieter Gorny darf für weitere zwei Jahre als Vorstandsvorstitzender des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. Filesharer verteufeln und sich die härtesten Strafen für die Bösewichte ausdenken. Für die Funktion als Cheflobbyist der Musikindustrie wurde er schliesslich einstimmig bestätigt. Gratulation.

Bundesverband Musikindustrie: Dieter Gorny als Vorstandsvorsitzender des BVMI bestätigt