Legale und kostenlose Musikdownloads – an diesem Traum werkelt das us-amerikanische start up Free All Media in Form von Free All Music. Die bisherigen Versuche solche Modelle mit Hilfe von Werbung zu finanzieren scheiterten aufgrund der Umsetzung. Das will FAM anders machen. Die werbenden Firmen sponsern den Download. Der Clou: Die MP3 kommt mit einer Bitrate von 256kbs und ohne DRM daher. Dafür muss man sich nur einen 18 Sekunden Werbespot anschauen.

cnet: Free All Music to offer free MP3s, new ad model
gulli: Legale & kostenlose Musikdownloads


Der Journalist Don Dahlmann begreift in einem Blogeintrag die aktuellen Aktivitäten der Musikindustrie und Rechteverwerter in Richtung Hadopi-Gesetz mit Three- Strikes- Lösung inklusive wirtschaftlichen Ausgleichs als gefährlich für den Bürger als auch für den Künstler. Aus seiner Sicht ist es der MI durchaus zuzutrauen, dass sie auf jegliche Rechtsstaatlichkeit pfeift, um ihr eigenes Vertriebsmodell zu retten.

"Seit wann ist es eigentlich Usus, dass eine Industrie, die ihr Geld zum größten Teil damit verdient, dass sie Wegwerf-Produkte herstellt, in das Leben aller Bürger eines Staates eingreifen kann? Seit wann ist der Download eines Songs einen Eingriff ins Fernmeldewesen wert?"

Don Dahlmann: Es reicht!


Die beiden YouTube Musiker Alan Lastufka und Hank Green starteten ein kleines Indie Label namens DFTBA (“don’t forget to be awesome”) und veröffentlichen seitdem eigene Musik und die Musik anderer YouTube Musiker. Das Label scheint bestens zu laufen. So haben sie nach eigenen Angaben mit nur 10 Veröffentlichungen bereits mehr als 100 000 Dollar eingespielt.

hypebot: Two YouTube Musicians Start An Indie Label For Other YouTube Musicians


Eine Öffnung der GEMA in Richtung Creative Commons ist wohl vorerst nicht in Sicht.

Das musste auch Björn M. Braun von SellYourRhigts erfahren. Nach erfolglosen Verhandlungen mit der deutschen Verwertungsgesellschaft will er nun in den USA sein Glück versuchen.

gulli: Die GEMA – oder wie man Kreative dazu bringt, auszuwandern!


Die Debatte zum Thema Filesharing und dem damit verbundenen Bestrebungen der Rechteindustrie und Teilen der Politik Nutzern bei mehrmaligen Verstössen gegen bestehende Urhebergesetze den Internetanschluss zu sperren hat in den letzten Tagen wieder Fahrt aufgenommen. Den Anstoss für die erneuten Diskussionen lieferte die Billigung des Internet-Sperrgesetzes HADOPI 2 durch den französischen Senat und der Nationalversammlung.

Markus Beckedahl fragt daher in seinem wöchentlichen Zeit.de-Blog Kulturkampf. Wollen wir den digitalen Gesellschaftsausschluss?

blog.zeit.de/kuturkampf: Wollen wir die digitale Todestrafe?


Auf seinem Blog hat BTH nun die Tips zum Betreiben eines Netlabels veröffentlicht, auf die er während der Creative Commons Podiumsdiskussion nicht mehr eingehen konnte. Die acht Ratschläge stammen vom Net-/Digital-/Vinyllabel-Betreiber Pheek von Archipel.

wechselwirkungen: Tips zum Betreiben eines Netlabels von Pheek


Marcel Weiss war auf der a2n und beschreibt ausführlich und wie gewohnt äusserst kritisch seine Eindrücke.

"Neben einigen positiven Aspekten, wie etwa Amanda Palmers Ausführungen zum erfolgreichen Einsatz von Online-Tools (Artikel kommt noch), beherrschte allerdings eine erstaunlich rückständige Sicht auf die Dinge die Diskussion um die Lage der Branche."

netzwertig: Die Musikbranche und ihr Unverständnis vom Wandel


Während die Marktforscher der GfK damit rechnen, dass ab 2013 die klassischen digitalen Geschäftsfelder (Downloads und Abodienste) die Ausfälle beim Tonträgerverkauf kompensieren werden, setzt die Musikindustrie auf Kombiangebote in Form von einer Bündelung von Musik mit Mobiltelefonen und Flatrate-Modellen (Nokia Comes with Music).

Weiterhin will man an der Einführung eines "abgestuften Warnsystem" für illegales Filesharing festhalten.

heise: Musikindustrie setzt auf Kombi Angebote und Three Strikes


Yousef Hammouda, einer der Gründer von Hobnox hat auf seinem Monoblog ein durchaus streitbares Musikmanifest niedergeschrieben, dass fünf Thesen beinhaltet.

1. Die digitale Befreiung hat den Wert von Musik gesteigert.
2. Im Umgang mit Musik und seinen Fans steckt mehr Politik, als in jedem Wahlprogramm.
3. Musik war noch nie so gut wie heute.
4. Musik braucht keine Industrie, die Industrie braucht Musik.
5. Wer von Musik leben will, muss leben für Musik.

Das Musikmanifest: 5 Thesen zur Musik im Zeichen der a2n


Mit einer Stellungnahme bekunden mehrere tausend britische Musiker, Songwriter und Produzenten ihren Unmut hinsichtlich eines geplanten Three-Strikes-Out Gesetzes. Die Unterzeichner, unter ihnen musikalische Grössen wie Paul Mc Cartney, Robbie Williams, Elton John, Radiohead, Damon Albarn und Tom Jones empfinden das Ansinnen der Medienkonzerne als rückwärtsgewandt, unlogisch, teuer und negativ.

laut.de: Paul McCartney: Mit Radiohead gegen Netzsperren