Tag: deutschland


 

Tim Renner kritisiert in seinem Artikel Der berechenbare Pop die deutsche Musikindustrie und deren Aushängeschilder Popkomm und Echo.

"In Deutschland ringt man in der Musikwirtschaft nicht um Positionen sondern sucht nach Strukturen und Zahlen. Es sind Strukturen mit denen sich das Geschäft der Labels auf den Messen darstellen lässt, Zahlen, die belegen weshalb der eine nun einen Preis bekommt und der andere nicht."

Tim Renner: Der berechenbare Pop | motorblog


 

Die Deutschen haben Downloads zum beliebten Freizeitvergnügen erkoren. Was bisher als Jugendphänomen galt, ist nun auch bei den bei älteren Jahrgängen angekommen. Die Folgen: Der Downloadmarkt (Musik, Spiele, Videos, Hörbücher, Software) wächst kontinuierlich, wobei der Durchschnittspreis für den einzelnen Download auf 4,10 Euro sinkt.

Zu dieser Prognose kommt der Hight-Tech-Verband BITKOM aufgrund einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK.

BITKOM: Download-Rekord: Markt wächst auf 250 Millionen Euro


 

Kaum wurde Dieter Gorny mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt, da fordert der BMVI unter seiner Leitung französische Verhältnisse. Das "Warnen statt abmahnen" Prinzip in Form eines adaptierten Hadopi Gesetzes sollte demnach auch in Deutschland die Filesharer abschrecken.

musikindustrie: Frankreich Vorbild in Europa im Kampf gegen Internetpiraterie


Deutscher Musikrat will die Rechte der Urheber stärken

Deutscher Musikrat will die Rechte der Urheber stärken

21.10.09 Ohne Schutz keine Kreativität?

von   Ein Kommentar

 

Der Deutsche Musikrat, übrigens der Spitzenverband des Deutschen Musiklebens sorgt sich um die Urheber und ihr Rechte. In einer aktuellen Resolution verweist der Rat auf eine drohende Vernichtung von Kreativität durch illegales Filesharing.
Dementsprechend werden die Forderungen an den Bundestag und an die Bundesregierung als begeleitende Maßnahmen formuliert.

1. Einberufung eines runden Tisches „Digitalisierung: Ohne Urheber keine Kreativität“ unter der Leitung des Kulturstaatsministers und der Einbeziehung der mit diesem Thema ebenfalls befassten Bundesministerien sowie der Dach- und Fachverbände im Kulturbereich.
2. Anregung eines Konsultationsprozesses auf europäischer und internationaler Ebene zur Sicherung und Durchsetzung eines umfassenden rechtlichen Schutzes der Urheber
3. Aktive Beförderung einer Konsensbildung zum Schutz der kreativen Leistungen
4. Einleitung von Initiativen zur sozialen Sicherung von Urhebern und Interpreten
5. Erhalt der kollektiven Rechtewahrnehmung auch zur Sicherung der kulturellen Vielfalt.

Besonders schön ist der abschliessende Satz, den sich bitte jeder Politiker ganz dick hinter die Ohren schreiben sollte und der meinerseits mit viel Applaus bedacht wurde.

Denn nur so kann es gelingen, dass die kreativen Potenziale in unserer Gesellschaft weiter zu einer substanziellen Verbesserung der Lebensbedingungen eines jeden Menschen führen.

Resolution der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates –Digitalisierung: ohne Urheber keine Kreativität

 
Deutscher Musikmarkt wächst erst 2013

Deutscher Musikmarkt wächst erst 2013

19.09.09 Digital ist die Zukunft

von   kommentieren

 

Die renommierte Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat, im Auftrag des Bundesverband Musikindustrie, herausgefunden, dass der deutsche Musikmarkt erst im Jahr 2013 wieder wachsen wird. Ab dann sollen die Umsätze aus dem Digitalgeschäft die Verluste im physischen Verkauf kompensieren. Der Umsatzanteil des Digitalgeschäftes soll in fünf Jahren ca. 20 Prozent betragen. 2008 lag er bei sieben Prozent. Das Wachstum im Digitalmarkt kommt vor allem aus dem Verkauf digitaler Alben sowie Abo-Modellen wie Spotify oder Napster und zugangsgebundenen Musikangeboten (Internetzugang + Musik) der Internet Service Provider.

Die Prognose basiert auf Daten aus der GfK Konsumentenforschung, ergänzt durch Expertenbefragungen, die am Donnerstag in Berlin präsentiert wurde.
Die Experten prognostizieren für die kommenden fünf Jahre einen jährlichen durchschnittlichen Rückgang von fünf Prozent im physischen Markt, jedoch ein Wachstum von 17 Prozent bei den digitalen Verkäufen. Weitere Einnahmen fließen verstärkt aus dem Lizenzgeschäft für Streamingangebote, wie auf YouTube oder Myspace. Während heute nur jeder fünfte Musikkäufer digital Musik kauft, soll sich die Zahl der Digitalkäufer von derzeit fünf Millionen auf 15 Millionen verdreifachen. Ein Großteil der neuen Käufer soll über Musikbundles der Internet-Service-Provider kommen.

Dabei äußerte sich der Verbandsvorsitzende Stefan Michalk auch kritisch. Der positive Trend sei davon abhängig, dem illegalen Treiben ein Ende zu setzen. In Deutschland sei nur jeder Achte Musikdownload mit einem Kauf verbunden.
Klassische Abodienste wie Napster würden durch Anbieter wie Spotify, Vivo oder MySpace Music in Bedrängnis geraten.

via Billboard.biz, BVMI
Foto via flickr von stinkypeter