Tag: Fundraising


Aus für SellABand [UPDATE]

Aus für SellABand [UPDATE]

23.02.10 Diese Revolution in der Musikindustrie ist gescheitert

von   kommentieren

 

Das Jahr ist noch keine zwei Monate alt und schon gibt es die nächste Pleite zu verkünden. SellABand, auf deren Fundraising Plattform vor einigen Monaten die einstige Kult Hip Hop Band Public Enemy ganze 250 000 USD von ihren Fans für ein Album einsammeln wollte und daran grandios scheiterte ist nicht mehr zu erreichen. Kein gutes Zeichen und so prangt folgender Text auf der Adresse.

"On Friday February 19th, SellaBand AG requested provisional suspension of payments (moratorium). This was granted by the Court in Amsterdam on the same day. Yesterday, Monday February 22nd, this moratorium was changed into bankruptcy, with appointment of, Mr Paul Schaink, an amsterdam lawyer, as trustee. The trustee wishes to inform the ‘Sellaband community’ that, apart from a few technicalities, the completion of a transaction with a potential buyer of the business, is to be expected soon, in order to make a fresh start, safeguarding both the rights of Believers and Artists. More news will follow shortly.

On behalf of the trustee,"

Johan Vosmeijer
CEO SellaBand

UPDATE!
Laut musikmarkt hat SAB einen Käufer gefunden. Der neue Besitzer der SellaBand GmbH will die "fantastische" Plattform weiter ausbauen. Vosmeijer verlässt das start up. Michael Bogatzki wird neuer CEO.


Fundraising und das DIY Prinzip

Fundraising und das DIY Prinzip

27.08.09 Die Zukunft für Musiker?

von   Ein Kommentar

 

Dass Fundraising für Musiker ohne Label durchaus Sinn macht lässt sich wohl nicht von der Hand weisen. Mit SellABand haben wir bereits eine Plattform unter die Lupe genommen. In Richtung DIY ging auch die Angelika Aktie der Kölner Band Angelika Express. Es ist also durchaus möglich, Geld für eine Produktion von den Fans einzusammeln.

Bei kickstarter.com bin ich auf die us-amerikanische Sängerin Allison Weiss gestossen. Sie warb charmant und erfolgreich um Spenden. 2000 Dollar benötigte sie, um 1000 Kopien ihrer EP pressen zu können. Über 7700 USD spielte das Fundraising letztendlich ein. Als Dankeschön veranstaltet sie am 30.August einen podcast marathon, bei dem sie jeden Song den sie bisher geschrieben hatte zum Besten geben wird.

Was sie selbst unter "Do It Yourself" versteht, erklärt sie folgend:

"I am a DIY artist. I have no label, no manager, no agent. I book my own tours, I design my own merch, cook my own meals, and pay my own bills. I shoot and edit my tour docs. I tune my own guitar. I made the video for “I’m Ready” by myself. I run my website, store, MySpace, Twitter, Facebook, etc. I hand-pack every CD I sell online and try to personalize every order. If you send me an email I will probably write you back. I don’t know what it means to be “normal” anymore, because all of my thoughts revolve around making music, playing music, and promoting music. This is my dream and I am pursuing it."

Wer nun davon ausgeht, dass Allison Weiss nur auf ihr musikalisches Können setzt, der irrt. "Musician by night and graphic design student by day", so ihre Selbstbeschreibung. Eine solche Herangehensweise ist nicht nur symphatisch, sondern sie macht auch Sinn. Der Traum von der Musik allein leben zu können ist zwar schön, doch oftmals unrealistisch. Beinahe utopisch ist es für junge Musiker auf einen Plattenvertrag zu spekulieren. Da klingt ein Fundraising gepaart mit dem DIY Gedanken erfolgsversprechender. Und hat man sich noch ein zweites Standbein geschaffen, dann entgeht man dem Druck mit seiner Musik unbedingt erfolgreich sein zu müssen. "Professionelle Semi-Professionalität" ist das neue Zauberwort. Damit kann man es auch weit bringen, wie Allison Weiss eindrucksvoll beweisst.

http://allisonw.com

www.myspace.com/allisonweiss