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Universal baut eigene Video-Premium-Seite

Universal baut eigene Video-Premium-Seite

29.09.08 Weniger YouTube, mehr Werbeeinnahmen

von   4 Kommentare

 

Verschiedene US-Quellen berichten, dass die Universal Music Group (UMG) einen neuen Video-Premium-Dienst aufbauen möchte.

Der Dienst soll, laut CEO Doug Morris, ähnlich wie Hulu aufgebaut werden und in erster Linie die Werbeeinnahmen für die UMG erhöhen. Das Hulu-Konzept ist in unseren Breitgraden noch relativ unbekannt.
Dabei handelt es sich um ein sehr spannendes Joint Venture Unternehmen von Rupert Murdochs News Corp. und NBC Universal (welches übrigens in keinem Zusammenhang mit der UMG mehr steht). US-Nutzer (und Europäer auch mit einem Trick) können auf dem Portal komplette Episoden von Serien wie den Simpsons, Family Guy oder The Office sehen. Hinzu kommen noch einige Filme, von “Lost in Translations” bis “Das 5. Element”. Das Programm bietet auch HD-Steams und wird durch kleine Werbeclips finanziert, die z.B. vor oder nach einer Episode laufen.

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Einen interessanten Podcast über den Absturz der Musikindustrie auf HR2 Kultur kann man sich hier anhören

Die Liberalisierungspropheten, die uns seit Jahren verkünden, der Markt könne alles regeln, sind merkwürdig still – obwohl doch derzeit exemplarisch vorgeführt wird, dass der ungeregelte Markt sogar Großkonzerne in die Knie zwingen kann. Der Riese Bertelsmann zieht sich komplett aus dem Musikgeschäft zurück. Warum? Weil der Marktplatz Internet auch von den Bertelsmännern nicht in den Griff zu bekommen ist. Wo Popmusik millionenfach illegal und vor allem kostenlos vertrieben wird, ist einfach nichts mehr zu verdienen. Das Ende einer ganzen Branche steht bevor.

Gelesen bei nerdcore


 

Soeben habe ich Robert Basics’ aktuellen Post mit dem Thema “Bloggen ohne Leser” gelesen.

Dabei kam mir ein Gedanke.

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Mit Tapes machten Samy Deluxe, Tropf und DJ Dynamite als Dynamite Deluxe auf sich aufmerksam und erreichen mit dem "Eimsbush Freestyle Tape" Kultstatus.

2000 kracht ihre LP "Deluxe Soundsystem" in die deutsche Sprechgesangslandschaft und wird mit einem Echo ausgezeichnet.
Doch nach diesem Erfolg gehen die drei Hamburger erstmal wieder getrennte Wege. Artikel weiterlesen


 

Die Social Commerce Musikplattform Amie Street hat einen großen Wurf gelandet.

Bei hypebot ist zu lesen, dass seit heute die Indie-Labels Beggars, Matador und Polyvinyl tausende von Songs für die Plattform frei geben. Das macht Amie Street natürlich noch interessanter. Mit Sicherheit wird das ganz neue Kundschaft erschließen und die Marke Amie Street erheblich stärken.

Unter den Künstlern sind Cat Power, Interpol, The New Pornographers, Sigur Rós, Pavement, Yo La Tengo, Devendra Banhart, Belle und Sebastian angegeben.

Wir können gespannt sein, ob auch andere Labels mit auf den Zug springen.

Hey, Jungs von JUSTALOUD. Wie sieht es eigentlich bei Euch aus? Kann man bei Euch als kleines Label nicht auch mitverdienen? Das wäre doch spannend. Und wie stehts’ mit Rabatten. Wir haben doch keine Buchpreisbindung oder so etwas. Das könnte für mich ein Anreiz sein …


 

Die Musikindustrie und der Ruf nach Nischenangeboten

Normalerweise läuft der Hase ja so:
Wenige Künstler werden von der Industrie gehyped und in die Läden und die legalen Portale gebracht. Diese wenigen werden dann daraufhin im Radio rauf und runter genudelt. Bis sie einem zu den Ohren wieder rauskommen. Das war ein lohnendes Geschäft. Früher wurden dann in diesen Fällen Platten en masse verkauft und die Industrie ist sehr fett gewesen.

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Alles ist dem Prozess des Entstehens unterworfen.
Vieles wird gesehen, aufgenommen und verarbeitet. So funktioniert Evolution – auch die im Bereich der Musik und des Videos.

Einflüsse werden sichtbar, neu interpretiert und umgesetzt. Wegweisend sind nur Wenige und auch hier ist die Frage, wo wirklich ein Trend entstanden ist und auch in wieweit der Markt bereit ist, diesen Trend zu verdauen – und an welchem Punkt dieser Trendlinie wir ihn sehen und einsteigen.

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Klar: Keiner hat Lust stundenlang vor der Mattscheibe zu lauern, weil man auf Madonnas neues Video gespannt ist, um dann doch nur mit MTV-Bestsellern wie "Date My Mom" gelangweilt zu werden. YouTube sei dank – Musikvideos sind im Web 2.0-Zeitalter rund um die Uhr abrufbar – ganz nach Lust und Laune des Users. Artikel weiterlesen


 

Die Geschichte von Kinderzimmer Productions beginnt wie folgt:

Hendrik von Holtum aka Textor und Sasha Klemmt aka Quasimodo sitzen Ende der 80er Jahre in Hendriks Kinderzimmer, hören amerikanischen Hip Hop und gründen wild entschlossen ihre eigene Zweimann-Band. Quasimodo bastelt an den Beats und Textor feilt an seinen Worten.

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Kill Your Friends – Interview mit dem Buchautor John Niven

Kill Your Friends – Interview mit dem Buchautor John Niven

21.07.08 Pulp Fiction in der Musikindustrie

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Anfang dieses Jahres erschien bei Heyne der Roman Kill Your Friends des schottischen Schriftstellers John Niven. Niven erzählt mit schauriger Feder ein Jahr im Leben von Steven Stelfox, A&R in einer nicht näher genannten großen Plattenfirma. Die Protagonisten der Musikindustrie machen in den 90er Jahren, das was sie am besten können. Koksen, saufen, Unsummen verbrennen und töten. Und so liest sich das Buch wie eine amüsante Horrorlektüre mit stellenweise hohem Wahrheitsgehalt, verpackt in detaillierten Anekdotenin.

In einem Interview mit Thaddeus Herrmann von der DE:BUG erläutert Niven den Umstand warum dieser Roman negativ beladen ist:

"Die meisten A&Rs wissen schon lange nicht mehr, was sie mögen, was es sich lohnt zu signen, sie rennen Trends hinterher und sind komplett desillusioniert. Als ich noch in der Branche gearbeitet habe, lagen in allen Büros die gleichen Demos. Fürchterliches Zeug. Da wird man unsicher, fängt an zu spionieren, was denn die anderen Labels davon halten. Da fängt die Korruption an, weil man es ja vielleicht doch erfolgreich lancieren kann. Wer weiß das schon!? Sie dürfen nicht vergessen, dass das Buch in einer Zeit spielt, als es der Industrie blendend ging. Wenn man also einen Flop unter Vertrag nahm, hatte man bereits so viel Geld verbrannt, wie es heute gar nicht mehr möglich wäre. Diese Party ist vorbei."

Das ganze Interview gibt es bei DE:BUG